Erstes Fest am neuen Dorfplatz

Ein schmucker Dorfplatz ist „Auf der Froschewiese“ in Hesborn entstanden: Von links Reinhold Stanka (Vorsitzender Förderverein),Volkhard Kunst (zuständig für die Baumaßmahnen), Alfred Mörchen (Vorsitzender Wasserverband Nuhne), Bürgermeister Michael Kronauge und Ortsvorsteher Andreas Emde
Ein schmucker Dorfplatz ist „Auf der Froschewiese“ in Hesborn entstanden: Von links Reinhold Stanka (Vorsitzender Förderverein),Volkhard Kunst (zuständig für die Baumaßmahnen), Alfred Mörchen (Vorsitzender Wasserverband Nuhne), Bürgermeister Michael Kronauge und Ortsvorsteher Andreas Emde
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bei bestem Festtagswetter wurde der neue Dorfplatz in Hesborn mit einem kleinen Fest eingeweiht.

Hesborn..  Um ein idyllisches Plätzchen reicher sind die Hesborner seit der vergangenen Woche. Ein schmucker Dorfplatz ist „Auf der Froschewiese“ entstanden, der mit Sitzgelegenheiten und einem Pavillon zum Verweilen einlädt. Bei bestem Festtagswetter wurde der Dorfplatz nun mit einem kleinen Fest eingeweiht.

Musik der Jägerkapelle Hesborn begrüßte die Gäste zum ersten Dorffest nach Abschluss des größten und längsten Projektes, das die Stadt Hallenberg gemeinsam mit dem Wasserverband Nuhne, dem Förderverein Hesborn und des Abwasserwerkes mit dem offiziellen Namen „Naturnahe Umgestaltung der Ölfe im Bereich der Ortslage Hesborn“ umgesetzt hat.

Bürgermeister Michael Kronauge betonte in seinen Grußworten: „Mit diesem Projekt haben wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Ölfe wurde über 1,5 km umgelegt und naturnah gestaltet. Der Feuerlöschteich wurde einbezogen und umgestaltet und parallel dazu hat das Abwasserwerk den Kanalbau ausgeschrieben.

Dieses Projekt sei ein gutes Beispiel dafür, wie man verschiedene Maßnahmen und Fördertöpfe miteinander verknüpfen kann (siehe Kasten). An Kritiker, die das Geld besser im Straßenbau oder ähnliches verwendet sehen, gab Kronauge zu Bedenken: „Ich weiß, dass derartige Projekte kritisiert werden. Gibt es nichts Wichtigeres als die Ölfe umzulegen?“ Natürlich könne man über Sinn und Zweck solcher Naturschutz- oder Wasserbaumaßnahmen diskutieren und anderer Meinung sein. „Aber mit Mitteln der EU-Wasserrahmenrichtlinie können nur Wasserbauprojekte umgesetzt werden, für das Geld können wir keine Straßen bauen.“

Wenn sich die Stadt nicht um derartige Projekte bewerben würde, weil man der Meinung sei, sowas braucht Hallenberg nicht, hier sei alles längst gut, dann würden eben die Flüsse im Ruhrgebiet damit renaturiert. „Jetzt kriegen wir dafür noch Förderungen. Wenn später per Gesetz genau das gefordert wird, was wir jetzt gemacht haben, dann müssen wir es ohne Förderung, mit eigenem städtischen Geld umsetzen.“ Genauso sei es mit den Mitteln aus der Dorferneuerung oder mit den LEADER+-Mitteln. Die könnte man immer nur für den Zweck einsetzen, für den sie ausgeschrieben werden, z.B. für den Dorfplatz.

„Da ist es mir lieber, dieser Platz steht in Hesborn als in Essen oder Gelsenkirchen. Deshalb finde ich es wichtig und richtig und vor allem vernünftig, dass wir dieses Projekt angegangen und umgesetzt haben“, so Kronauge.