Erster Auftritt war im Schulfernsehen

1 Erinnern Sie sich noch an Ihren allerersten Fernsehauftritt und an ihren dicksten Versprecher als Ansagerin?

Mein erster Auftritt war im WDR-Schulfernsehen. Und das war der Beitrag „Unser schönes Sauerland“. Das ganze Sauerland war wohl damals vor dem Fernseher, um mich zu sehen. Aber in Köln hat das schon niemanden mehr interessiert. Ich bin hinterher die Hohe Straße hoch und runter gegangen; keiner hat mich angesprochen. Thema Versprecher: Ich musste einmal sagen: der französische Regisseur Luis Buñuel. Und bei französischer Regisseur bin ich ständig hängengeblieben. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt. Und anstatt darüber hinwegzusprechen, habe ich immer wieder von vorne angesetzt. Das war grauenvoll.

2 Sie haben damals sauer verdientes Geld in Sprechunterricht investiert. War der Sauerländer Dialekt so stark, dass er ausgemerzt werden musste?

Ja, ich hatte einen echten Sauerländer Slang. So wie ,Eiine Wiietin in Dootmund vekauft viieziig Wüüastchen“. Oder heute geh’n wir auffe Halle, woll. Un Du gehs getz inne Kiache. Ja, das war nicht so ganz einfach, das abzulegen.

3 Wenn Sie noch einmal 20 Jahre alt wären, was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Es gibt nichts, was ich anders machen würde. Lediglich in der Schule wäre ich fleißiger. Ich hätte nicht französisch abwählen und mehr Sprachen lernen sollen.

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