Erinnerung an Bombenabwurf auf Medebach vor 70 Jahren

Medebach..  Vor 70 Jahren, am 29. Januar 1945, fielen zwei Bomben auf Medebach. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

Bei diesem einzigen Bombenangriff auf die Hansestadt während des Zweiten Weltkrieges wurde das Haus der Familie Pöllmann zerstört. Es stand dort, wo heute das neue Medebacher Rathaus angesiedelt ist – auf dem ehemaligen „Trümmergrundstück“.

Diesen 70. Jahrestag haben die Stadt und der Heimat- und Geschichtsverein zum Anlass genommen, um an die Opfer zu erinnern. Im Rahmen der Ratssitzung, die am Donnerstagabend stattfand, überreichte Ralf Köster, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Medebach, eine Gedenkurkunde an Bürgermeister Thomas Grosche. Sie soll als Gedenktafel im Nord-West-Flügel des Rathauses einen Platz bekommen. An der Stelle, wo damals das Haus Pöllmann stand.

Gedenkminute eingelegt

Erinnert wird dort an die fünf Menschen, die bei dem Bombenangriff ums Leben kamen: Anton und Philipp Pöllmann und drei Mitglieder der Familie Bamberg aus Hagen, die im vermeintlich sicheren Sauerland dem Krieg entfliehen wollten: Johannes, Hildegard und Annette Bamberg.

Der Rat legte am Donnerstag in Erinnerung an die Todesopfer eine Gedenkminute ein, nachdem Bürgermeister Thomas Grosche an den Jahrestag und an die vielen Millionen weiteren Opfer des Zweiten Weltkrieges und der NS-Zeit erinnert hatte.