Entscheidung schwer gefallen

Petra Sapp stellt sich einer neuen beruflichen Herausforderung.
Petra Sapp stellt sich einer neuen beruflichen Herausforderung.
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Was wir bereits wissen
Petra Sapp (48), Geschäftsführerin der Kunsteisbahn in Winterberg, beendet auf eigenen Wunsch vorzeitig ihre Tätigkeit.

Winterberg..  Die Überraschung ist perfekt: Petra Sapp (48), Geschäftsführerin der Kunsteisbahn in Winterberg, beendet auf eigenen Wunsch vorzeitig ihre Tätigkeit. Sie geht in die Privatwirtschaft zurück, um sich dort einer neuen Herausforderung zu stellen.

Die Gesellschafterversammlung des Sportzentrums Winterberg stimmte Mittwochabend der Vertragsauflösung des bis 31. März 2017 datierten Vertrages zum 30. September 2015 zu.

Ein wenig geschockt

„Die Mitteilung von Frau Sapp hat uns alle ein wenig geschockt“, meinte gestern der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Martin Schnorbus. „Wir bedauern diesen Schritt sehr. Petra Sapp hat sich toll eingearbeitet. Die WM 2015 ist der beste Beweis dafür. Es wird nicht einfach, sie zu ersetzen.“ Die Geschäftsführerstelle werde nun neu ausgeschrieben, um möglichst schnell die Nachfolge zu klären, so der Vorsitzende. Petra Sapp habe sich aber bereit erklärt, bis Ende des Jahres für Fragen rund um die Bobbahn noch zur Verfügung zu stehen. Wie wichtig die hauptamtliche Geschäftsführung auch im Hinblick auf die WM 2019 sei, habe die jüngste WM gezeigt, meinte Schnorbus.

„Ich liebe den Job an der Bobbahn. Daher ist mir die Entscheidung, die ich mir gut überlegt habe, sehr schwer gefallen. Aber es gibt noch spannendere berufliche Komponenten. Und denen möchte ich mich nun stellen“, betonte Petra Sapp gestern Morgen. Um einen beruflichen Wechsel anzustreben, sei dies der richtige Moment. „Wir haben eine erfolgreiche Weltmeisterschaft gestemmt und bis zur nächsten WM 2019 bleibt meinem Nachfolger noch genügend Zeit. Die Bahn und die Mitarbeiter werden aber immer in meinem Herzen sein. Und ich bleibe als überzeugte Sauerländerin der Region und auch dem Sport - dann aber als Zuschauerin - verbunden.“

Petra Sapp hatte die Geschäftsführung mit Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen am 1. April 2012 angetreten und war für den operativen Teil zuständig.

Überragende WM

„Die Bahn in Winterberg gehört zu den exponierten Sportstätten des Leistungssports in Deutschland. Diese Position wollen wir ausbauen und das Interesse der Öffentlichkeit noch mehr wecken als bisher“, hatte die Betriebswirtin aus Schmallenberg-Arpe bei ihrem Dienstantritt versprochen. Und sie hielt Wort. Unter ihrer Regie entwickelte sich die Winterberger Kunsteisbahn zu einem internationalen Aushängeschild. Viele infrastrukturelle Maßnahmen, wie u.a. der Ausbau der Zielarena, wurden in ihrer Amtszeit durchgeführt. Winterberg setzte weltweit Maßstäbe.

Höhepunkt ihrer Arbeit war die überragende Bob- und Skeleton-WM im Frühjahr. Mit Alois Schnorbus leitete Petra Sapp das Organisationskomitee. Höchstes Lob gab es im Anschluss an das Top-Event vom Präsidenten des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes, Ivo Ferriani. Er verlieh Winterberg für die Weltmeisterschaft eine verbale „Goldmedaille“.