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Schulkonzept

Eltern fühlen sich hingehalten

03.02.2010 | 18:24 Uhr

Marsberg. Im Stadtgebiet brodelt die Gerüchteküche. Es geht um Schließung von Schulstandorten und ein Schulkonzept der Stadt, das laut Bürgermeister Klenner noch keine konkreten Ergebnisse hergebe.

In Marsberg brodelt die Gerüchteküche. Es geht um Schließung von Schulstandorten und ein Schulkonzept der Stadt, das laut Bürgermeister Klenner noch keine konkreten Ergebnisse hergebe. Die WP hörte sich um.

Eltern sind besorgt: „Wir werden hingehalten und in Entscheidungen nicht mit einbezogen." Vor der Wahl sei vom gläsernen Rathaus gesprochen worden, das jetzt untransparenter sei denn je, ist zu hören. Fakt ist, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren drastisch zurückgehen. Wie berichtet, hat die Schulaufsicht deshalb ein Schulkonzept gefordert, das von Stadtverwaltung, Politik, Schulaufsicht und Schulleitungen gemeinsam erstellt wurde. Fakt ist auch, dass das Konzept bei den Ratsfraktionen zur Beratung liegt.

Nach Informationen der WP wird darin vorgeschlagen, dass die Grundschulen in Meerhof, Essentho, Beringhausen und Erlinghausen geschlossen werden sollen, ebenso die Hauptschule in Westheim. Die Kerschensteiner Schule soll nach Westheim verlegt werden. Die Grundschulen in Westheim und Giershagen bleiben bestehen.

Zusammenlegung

Des weiteren soll per Antrag aus der Politik die Zusammenlegung der beiden Grundschulen in Niedermarsberg (katholische Grundschule am Burghof und Diemeltal-Gemeinschaftsgrundschule) gefordert worden sein. Vor dem Hintergrund, dass nur neun Kinder für die Diemeltal-GGS angemeldet wurden, 70 an der kath. Grundschule und die kath. Grundschule keine Kinder abweisen wolle.

Am 24. Februar Sitzung

Der Vorschlag im Antrag laute, dass die Diemeltal-GGS aufgelöst und als Nebenstelle der kath. Grundschule weitergeführt werden solle. Klassenbildung und Raumverteilung sollten von der Schulleitung mit dem gemeinsamen Kollegium geregelt werden.

Das würde im groben Rahmen den Tatsachen entsprechen, bestätigte das Schulamt der Stadtverwaltung auf Anfrage der WP. Verschiedene Alternativen und Lösungsansätze seien in der Diskussion mit Politik, Ältestenrat, Schulaufsicht und Schulleitern. Abgeschlossen sei das Konzept noch nicht. Vorgestellt wird es in der Sitzung des Schulausschusses am 24. Februar und endgültig darüber entschieden in der Ratssitzung am 25. März.

Vielen Eltern gefällt das nicht. Sie hätten nicht umsonst ihre Kinder in eine Gemeinschaftsgrundschule geschickt und nicht in eine kath. Bekenntnisschule, monieren sie gegenüber der WP.

Gemeinschaftsschule

Sie finden es unmöglich, dass ihnen von Seiten der Schulaufsicht der Vorschlag gemacht wurde, dass sie, falls sie ihr Kind nicht in eine Bekenntnisschule schicken möchten, ihnen ja noch die Gemeinschaftsgrundschule im zehn Kilometer entfernten Giershagen zur Verfügung stünde.

Keine Alternativen?

Die Eltern können nicht verstehen, warum jetzt Knall auf Fall ein Konzept her muss und den kleinen Grundschulen in den Ortsteilen sowie der Diemeltal-GGS nicht noch eine Chance gegeben werde, zumal die Schülerzahlen in den nächsten drei Jahren noch recht hoch seien. Sie befürchten, dass die Vielfalt des Bildungsangebotes eingeschränkt werde. An anderen Stellen würden Schulstandorte mit bedeutend weniger Kindern erhalten. „Warum nicht auch bei uns?”

Annette Dülme

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