Einer für alle und alle für einen

Schon mehrmals wurden in Hallenberg auf der Freilichtbühne die Degen gekreuzt - diesmal kämpfen „Die Drei Musketiere“ füreinander
Schon mehrmals wurden in Hallenberg auf der Freilichtbühne die Degen gekreuzt - diesmal kämpfen „Die Drei Musketiere“ füreinander
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Freilichtbühne Hallenberg spielt in der neuen Saison „Die drei Musketiere“. Als Kinderstück wird eine moderne Fassung von „Schneewittchen“ gezeigt.

Hallenberg..  Mit dem Schauspiel „Die drei Musketiere“ nach dem Klassiker von Alexandre Dumas will die Hallenberger Bühne an den großen Erfolg des Historiendramas „Die Päpstin“ im vorigen Jahr anknüpfen. Und nach den ersten Probenmonaten zeichnet es sich bereits ab: Wenn sich eine spannende und aktionsreiche Handlung, garniert mit packend inszenierten Fechtszenen, Wortwitz und Situationskomik in einer schwungvollen Inszenierung auf einer der schönsten Naturbühnen der Region entfaltet, dann ist unterhaltsames Sommertheater so gut wie vorprogrammiert.

Unzertrennliche Freundschaft

Die „Musketiere“ nehmen ihre Zuschauer mit in das Frankreich des 17. Jahrhunderts. D’Artagnan, ein junger Hitzkopf aus der Gascogne, zieht nach Paris, um hier sein Glück zu machen. Er stößt auf Athos, Porthos und Aramis, drei Musketiere der königlichen Garde. Zwar kreuzen sich zunächst ihre Degen, doch schon bald verbindet sie eine unzertrennliche Freundschaft. Getreu dem Motto „Einer für alle, alle für einen“, stürzen sich die vier Freunde in turbulente Abenteuer. Dabei geraten sie aneinander mit dem skrupellosen und machtbesessenen Kardinal Richelieu, der am Hof Ludwigs des XIII. die Regierungsgeschäfte für den jungen König führt. In seine Intrigen wird sogar die Königin verstrickt, ebenso wie ihre Kammerzofe Constance, die Geliebte d’Artagnans. Aber Eminenz haben die Rechnung ohne unsere Musketiere gemacht, die ihm beherzt Paroli bieten, auch seinen Gardisten, die ihnen immer wieder vor die Degen kommen. Und sie bekommen es mit der geheimnisvollen Mylady de Winter zu tun, die offenbar gemeinsame Sache mit Richelieu macht und zwischen den Fronten von Frankreich und England ihr falsches Spiel spielt.

Mantel- und-Degen-Klassiker

Regie bei den „Drei Musketieren“ führt wieder Birgit Simmler. In ihrer neunten Inszenierung für die Hallenberger Freilichtbühne will sie den Klassiker als „Mantel-und Degen“-Spektakel inszenieren, im Stil des guten alten Abenteuerkinos. Rasante Fechtkämpfe werden für Spannung und Dynamik sorgen. Dafür absolvieren die Akteure der Hallenberger Bühne derzeit ein intensives Trainingsprogramm. Unterstützt werden sie dabei wieder von Professor Claus Großer. Der Leipziger Hochschullehrer für Bühnenfechten und Akrobatik hat bereits die Kämpfer der „Päpstin“ fit gemacht. Apropos „Päpstin“: Besucher der „Musketiere“ werden „Johanna“, die Darstellerin der Titelrolle, wiedersehen. Diesmal spielt Manuela Winter aber als „femme fatale“ die Rolle der ebenso attraktiven wie verschlagenen Mylady de Winter. Wie passend!

Ab dem 14. Juni heißt es auf der Freilichtbühne Hallenberg: „Einer für alle, alle für einen“. Denn dann haben „Die drei Musketiere“ um 15.30 Uhr Premiere.