Eine sauerländische Exkursion der Extreme

Marsberg..  Zum ersten Mal gastierte das Sauerland-Kabarett mit den Twersbraken und Sauerland-Ranger „Wild Bill Ömmes“ (Gerd Normann) im Deutschen Haus in Marsberg. Die gut 50 Besucher erlebten einen Abend mit viel Musik und sauerländischer Comedy. Immer wieder mussten die Künstler ihren Vortrag unterbrechen, um dem Publikum Zeit zu geben, sich die Lachtränen aus den Augen zu wischen. Zu Beginn versprach Ranger Ömmes eine Exkursion der Extreme und das Publikum folgte ihm und seiner „sauerländischen Boygroup“ durch die Befindlichkeiten der Region.

Sprachliche Besonderheiten

Es wurde der große Bogen geschlagen von der Schöpfungsgeschichte des Sauerlandes, bis hin zu den sprachlichen Besonderheiten. So sangen die Twersbraken davon, dass man, um im Sauerland klar zu kommen, eigentlich nur fünf Worte benötigt. „Woll, Kähr, Ey, Hömma und Sauerland!“ Ranger Ömmes nahm das Zusammenleben von Mensch und Tier aufs Korn. So sei es im Sauerland notwendig die Tierstimmen auseinanderhalten zu können, weil sich das Heulen eines Wolfes nicht groß unterscheide von dem eines Schützenkönigs. Die Twersbraken heizten dem Publikum mit sauerländischer Stimmungsmusik ein – es wurde geschunkelt, es gab ein sauerländisches Seemannslied und zum Abschluss die Sauerland-Hymne der Twersbraken „Ewich ein Sauerländer!“

Nach zwei Stunden und drei Zugaben versprachen Ranger Ömmes und die Twersbraken, im nächsten Jahr wiederzukommen. Sie forderten das Publikum auf, alle Bekannten mitzubringen, damit der Saal im Deutschen Haus auch bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird. Nach dieser Vorstellung dürfte das kein großes Problem darstellen.