Eindrucksvoller Empfang für Dr. Reinhard Richter
29.11.2009 | 18:47 Uhr 2009-11-29T18:47:00+0100
Brilon. Unter eindrucksvoller Beteiligung seiner neuen und alten Gemeinde ist Pfarrer Dr. Reinhard Richter (50) Sonntagnachmittag in sein Amt als Propst von St. Petrus und Andreas sowie als Leiter des Pastoralverbundes Brilon eingeführt worden.
Herzlicher Beifall hallte durch die vollbesetzte Propsteikirche, als Dechant Michael Kleineidam Dr. Richter das Propstkreuz überreichte und ihm zusagte: „Alle nehmen Dich von Herzen in ihrer Mitte auf.”
Der Dechant erinnerte in dem eindreiviertelstündigen festlichen Hochamt an die „schwere Zeit seit Anfang des Jahres”, als sich die Krankheit von Propst Stefan Wigger abzeichnete und dann - im Sommer - die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den ehemaligen Vikar einsetzten: „Diese Zeit zerrte an den Nerven und verlangte Geduld.” Kleineidam dankte allen, die in dieser Zeit den Pfarrverbund getragen und Propst Wigger nach dessen Verzicht auf das Amt in Brilon einen würdigen Abschied bereitet haben.
"Alle nehmen Dich von Herzen in ihrer Mitte auf."
Rund 20 Fahnenabordnungen aus Brilon und Balve umrahmten die Messfeier, die von dem neuen Propst, von Dechant Kleineidam, Pastor Drees, Vikar Massolle und Msgr. Prof. Dr. Schallenberg sowie den Diakonen Adolfs und Ovenhausen gemeinsam zelebriert wurde; Dr. Schallenberg hielt die Predigt. Unter den zahlreichen Gästen aus dem Balver Land befand sich auch der 102-jährige Alt-Dechant Josef Löcher.
Pastor Drees, in den vergangenen Monaten kommissarischer Leiter des Pastoralverbundes, in seiner Begrüßung zu Beginn der Messe: „Ich freue mich für Dich, auf Dich, über Dich und auf die gemeinsame Zeit.”
"Beschnuppern und helfen wir einander."
In seinem ersten Pfarrbrief hatte der neue Propst, offiziell bereits seit 1. November im Amt, sich bei seinem Vorgänger und den pastoralen Mitarbeitern für die „vielfältige Starthilfe” bedankt. Dr. Richter: „Vieles ist geschultert worden und manches wartet.” Und im Gottesdienst gestern ermunterte er seine Gemeinde zu einem offfenen Umgang miteinander: „Beschnuppern und helfen wir einander.”
Voll besetzt war anschließend auch die Schützenhalle. Mit einem Festzug war der neue Propst in die gute Stube der Stadt geleitet worden. Hinter ihm her ging Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Okon. Unterwegs, so meinte Okon in seiner gemeinsam mit Kirchenvorstand Rupert Jostmeier vorgetragenen Moderation des Empfangs, habe er dem neuen Propst auf die Hacken geschaut: „Er hat keine lila Socken an”, meinte Okon in launiger Anspielung auf das kurze Gastspiel, das Propst Dr. Wiesemann in Brilon gegeben hat, ehe ihn die Ernennung zum Bischof ereilte.
"Er hat keine lila Socken an."
Bürgermeister Schrewe ging auf das gute Verhältnis von „Kirchen- und Bürgergemeinde” ein, ein Verhältnis „auf Augenhöhe”, das „auch von der Statur her passt”.
Beatrix und Jörg Eulenstein, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde, gaben ihrem Wunsch nach einer Fortsetzung der ökumenischen Zusammenarbeit beider Konfessionen und Gemeinden Ausdruck. Ihr Begrüßungsgeschenk: ein Kreuz, „Zeichen unseres gemeinsamen Glaubens”.
"Vertrauen auf Fortsetzung der Ökumene."
Herzliche Willkommensgrüße sprachen Helmut Roitsch (Filialgemeinderat Gudenhagen) für den Pastoralverbund, Christhilde Herrig für die kfd, Major Hans-Werner Beule für die St. Hubertus-Schützenbruderschaft und Lena Frigger für die Messdiener.
Das Moderatoren-Duo überreichte dem neuen Propst namens des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates einen Schlüssel aus Teig: Möge der Propst viele Türen und Herzen öffnen.
Das Blasorchster Brilon und das Tambourcorps der Frw. Feuerwehr umrahmten die Veranstaltung.
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