Ein Blick hinter die Kulissen der Hollywood-Scheinwelt

Von 2007 bis 2010 konnten MTV-Zuschauer Woche für Woche ihr Privatleben verfolgen: In „The Hills“ stand Lauren Conrad neben ihren Freundinnen Heidi Montag, Audrina Patridge und Whitney Port im Mittelpunkt. Die Reality-TV-Sendung begleitete sie fünf Staffeln lang durch Karriere und Privatleben, verhalf ihr zu vier Teen Choice-Awards and zu vielen Coverfotos.

2009 jedoch verließ sie die Sendung und fing das Schreiben an. Bereits im gleichen Jahr erschien ihr erster Roman „L.A. Candy“ und kurze Zeit später folgten „Sweet Little Lies“ , „Sugar and Spice“ sowie 2012 „The Fame Game“. Worum es in den Romanen geht? Um eben das Business, dem Lauren Conrad eigentlich inzwischen den Rücken zugekehrt hat: dem Reality-TV!

In „The Fame Game“ steht Madison Parker, bereits bekannt aus den zuvor erschienenen Romanen, erstmals selbst im Mittelpunkt: Sie möchte es in Hollywood schaffen und zu Ruhm gelangen.

Nachdem ihre ehemalige Reality-Show „Madison’s Makeovers“ bald eingestellt werden soll, kommt ihr das neue Angebot gerade recht: In „The Fame Game“ soll es um vier Mädchen gehen, die in Hollywood bereits Fuß gefasst haben und doch noch nicht ganz oben angelangt sind – und eine von ihnen wird Madison sein. Dann wäre da aber noch Gaby, mit der Madison bereits zuvor für die Serie „L.A. Candy“ vor der Kamera stand, Kate, deren Youtube-Clip, auf dem sie singt und dabei Gitarre spielt, mittlerweile jede Menge Klicks hat, sowie Carmen, deren Eltern eine riesige Plattenfirma gehört und die nun aber selbst als Schauspielerin wahrgenommen wird. Gemeinsam ziehen die Mädchen in eine Wohnung und mit ihnen ziehen jede Menge Kameras ein – denn diese werden die Mädchen ab jetzt in ihrem Alltag begleiten. Immer mit dabei ist aber noch Trevor, denn als Producer hält er bei der Show alle Fäden in der Hand. Können die vier Mädchen dem Druck standhalten?

Ehrgeizig und rücksichtslos

Der Roman möchte dem Leser einen Blick hinter die Kulissen von Hollywood geben und doch bleibt er damit an der Oberfläche. Eher einfach gestrickte Charaktere sorgen keinesfalls dafür, dass man von dem Roman Tiefgang erwarten könnte.

Beleuchtet werden die Perspektiven und einzelnen Geschichten von allen drei Mädchen und das macht den Roman spannend. Ob die ehrgeizige und manchmal rücksichtslose Madison, die um jeden Preis die meiste „screen time“ bekommen möchte, ob Gaby, die etwas unbeholfen versucht, mit den anderen mitzuhalten, Kate, die Glanz und Glamour so gar nicht gewohnt ist, oder Carmen, die darin aufgewachsen ist und Hollywood längst durchschaut – die Perspektiven könnten nicht unterschiedlicher sein.

Die Geschichte ist durchaus vielschichtig und Conrads Schreibstil kurzweilig, schnell und damit auch spannend. Als „Lektüre für zwischendurch“ ist der Roman prima zum Abschalten geeignet.