Dreigestirn übernimmt die Schlüsselgewalt

Erlinghausen..  Hoch schlugen die Wellen des Frohsinns während der 43. großen Prunksitzung der Erlinghauser Karnevalsgesellschaft. In der ausverkauften Schützenhalle und vor einem rasenden Publikum brannte Sitzungspräsident Jörg Wilk wieder ein Feuerwerk der guten Laune ab. Allen voran das närrische Dreigestirn mit dem schmucken Prinzen Julian I., seiner Deftigkeit Bauer Nikolai, ihrer Lieblichkeit Prinzessin Matthias und einem total verrückten Hühnerhaufen als Prinzengarde.

Ein toller Prinzenwagen

Freunde und Freundinnen des Dreigestirns stellen diese Prinzengarde und bauen den Prinzenwagen, der im Karnevalsumzug ein Blickfang sein wird. „Ein toller Wagen“, lobte der Sitzungspräsident, „in den ihr alle viel Herzblut gesteckt habt“. Er habe keine Bedenken, die Schlüsselgewalt an die Tollität Prinz Julian zu übergeben, befand Ortsbürgermeister Thomas Schröder. Prinz, Jungfrau und Bauer seien schließlich alle drei feste und verlässliche Größen im Dorfgeschehen. Der Ortsbürgermeister möchte es lieber bei der Bezeichnung Ortsvorsteher belassen, wünschte er sich. „Mein Vorgänger hat 37 Jahre gut damit gelebt, dann werde ich es auch tun.“

Kaum hatten das närrische Dreigestirn, Prinzengarde und Funkenmariechen ihre Plätze eingenommen, ging es auch schon hoch her. Gardeballett, Showballett, Solomariechen, Männerballett und Büttenreden wechselten sich ab und veranlassten die Narrenschar, darunter auch Elferratsmitglieder aus Hoppecke und Wrexen, eine Rakete nach der anderen steigen zu lassen. Die Prinzengarde als wilde Hühner und Hähne ließen den Eiermann klingen, das Showballett aus Giershagen legte einen flotten Piratentanz aufs Parkett und das Männerballett ließ die Glocken aus Rom erklingen. Benimm-Coach Dr. Axt von aus dem Walde (Oliver Dülme) entlarvte einfühlsam Männerselbsthilfegruppen und Sebastian Fahle wusste als müder Beamter, warum Beamte keine Papiertaschentücher benutzen sollen: Weil Tempo drauf steht. Andreas Meier und Dominik Bee blickten als Greise humorvoll auf die heutige Zeit zurück und wussten eindeutig: „Früher war alles besser“.

Geschichte und Hitparade

Geschichtsunterricht von Adam und Eva über das Dinosauriersterben bis zu den „Polwänsern“ gab Fritz Schake aus Westheim zum Besten. Und bei der Hitparade gab es ein furioses Wiedersehen mit Udo Jürgens. Auch DJ Ötzi und Alpenrocker Hubert von Goisern ließen es richtig krachen. Nicht zuletzt sorgte wieder der Musikverein Erlinghausen für richtige Feierstimmung.