Drei Vorbilder für ehrenamtliches Engagement

Beim Neujahrsempfang der Stadt Medebach zeichnete Bürgermeister Thomas Grosche Hermann Hoffmeister, Nikolaus Schäfer und Peter Groß mit der Ehrenmeidaille aus.
Beim Neujahrsempfang der Stadt Medebach zeichnete Bürgermeister Thomas Grosche Hermann Hoffmeister, Nikolaus Schäfer und Peter Groß mit der Ehrenmeidaille aus.
Foto: Ralf Hermann
Was wir bereits wissen
Für ihr bürgerschaftliches Engagement sind am Montagabend beim Neujahrsempfang der Stadt Medebach verdiente Bürger ausgezeichnet worden.

Medebach..  Es war kurz vor 22 Uhr am Dienstag, als der zweite Neujahrsempfang der Stadt Medebach den finalen Höhepunkt erreichte. Bürgermeister Thomas Grosche bat in der Schützenhalle Medebach nacheinander drei Bürger auf die Bühne, die über Jahre und Jahrzehnte außerordentliche Leistungen auf ehrenamtlicher Basis in Vereinen und auf privater Ebene erbracht haben. Hermann Hoffmeister, Peter Groß und Nikolaus Schäfer heißen die Medebacher, die Grosche mit der Ehrenmedaille der Hansestadt unter dem Beifall der 350 Gäste auszeichnen durfte.

Hermann Hoffmeister und die Kolpingsfamilie Medebach sind untrennbar miteinander verbunden. Unter anderem über 50 Jahre Vorstandsarbeit sowie sein noch heute aktives Mitwirken in verschiedenen Kolping-Gruppen wie den Karnevalisten sprechen eine eindeutige Sprache. So war es denn auch die Kolpingsfamilie, die ihn für die Ehrenmedaille vorgeschlagen hatte. Die unabhängige Jury ließ sich da nicht lange bitten und schloss sich dem Vorschlag gerne an.

Einsatz für Freunde und Vereine

Auch Peter Groß ist ein Mensch, der wie Hermann Hoffmeister dort, wo er gebraucht wird, nicht lange überlegt, sondern sein Wissen, seine berufliche und private Erfahrung und seine Tatkraft in die Gesellschaft einbringt, ohne etwas zu fordern. Dies belegt auch die Tatsache, dass eine Freundin ihn der Auswahlkommission vorgeschlagen hatte. Sie hatte, so berichtete Thomas Grosche, eindrucksvoll beschrieben, mit welcher Fürsorge sich Peter Groß um seinen schwerkranken Freund kümmere. Kein Wochenende vergehe ohne einen Besuch von Peter Groß, zitierte der Bürgermeister aus seiner Laudatio.

Wer mit dem Namen Nikolaus Schäfer nicht sofort die Heimatgeschichte Medebachs in Verbindung bringt, der kann nicht wirklich Sauerländer sein. In- und auswendig kennt Nikolaus Schäfer die Historie der alten Hansestadt, und dieses Wissen behält er nicht für sich. Nein, er schreibt sie auf die Geschichte, um sie lebendig zu erhalten. Damit und mit seinem darüber hinausgehenden Wirken ist er eine prägende Figur nicht nur des Stadt-Geschehens, sondern insbesondere auch des Heimat- und Geschichtsvereins Medebach, der ihn der Jury vorgeschlagen hatte.

Launiger und kritischer Rückblick

Vor den Ehrungen hatte Medebachs erster Bürger auf zahlreiche Höhepunkte des Jahres teils schmunzelnd, oft lobend, aber auch kritisch zurückgeblickt. Auszeichnungen heimischer Firmen wie die Firma Köster, der Ausbau der L 740, der Kinder-Mitmach-Zirkus, erfolgreiche TuS-Fußballer, ein misslungener Oktoberfest-Anstich, die Leerstands-Problematik, Kritik an der mangelnden Finanzausstattung der Stadt seitens des Landes und Bundes bei den Schlüsselzuweisungen sowie bei der Flüchtlings-Betreuung, das Erholungsort-Zertifikat und vieles mehr prägten die Rückschau und das Fazit von Thomas Grosche: „Lassen Sie uns so weitermachen und die vorgestellten Projekte als Ansporn nehmen, auch 2015 so aktiv zu sein, so dass Medebach und seine Dörfer weiter lebens- und liebenswert bleiben.“