Landtagswahl NRW
Drei Neue gegen die Großen
15.03.2010 | 18:44 Uhr 2010-03-15T18:44:00+0100Altkreis. Die Landtagswahl rückt näher. Bis Montag, 22. März, müssen die Parteien ihre Kandidaten für den 9. Mai anmelden. Für den heimischen Wahlbezirk 125 haben CDU, SPD, FDP, Grüne und Die Linke ihre Bewerber bereits bekannt gegeben.
Keine Veränderung gibt es bei den beiden großen Parteien. Bei ihnen gehen die bekannten Gesichter erneut ins Rennen. Für die CDU ist es Hubert Kleff aus Wulmeringhausen. Der 62-Jährige tritt zum zweiten Mal an. Mit 60 % war er vor fünf Jahren direkt in den Landtag eingezogen. Auch diesmal setzt er auf Hopp oder Topp: Er hat sich nicht auf der Landesliste absichern lassen.
Das hat sein SPD-Widerpart Dr. Karsten Rudoph sehr wohl. Der 47 Jahre alte, vor wenigen Wochen an die Spitze des Unterbezirks Hochsauerland gewählte Historiker gehört weiterhin dem SPD-Ortsverein Brilon an. Dr. Rudolph hat - wie angekündigt - seinen Erstwohnsitz aus dem Ruhrgebiet in den Wahlkreis verlegt, allerdings nach Meschede. 26,8 Prozent holte Dr. Rudolph vor fünf Jahren. Das reichte für den sicheren Einzug ins Landesparlament über die Reserveliste. Er rangierte damals auf Platz 12 der SPD-Liste. Beim jüngsten Landesparteitag wurde er auf Platz 22 gesetzt.
Neu: Zwei Stimmen
Mit einem neuen Gesicht zieht die FDP in den Wahlkampf. Josef Mühlenbein (53), Rechtsanwalt aus Brilon und stv. Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes, Kreistagsmitglied sowie ehemaliger Landratskandidat der Liberalen, möchte das politische Erbe von Karl-Peter Brendel antreten. Der 55-jährige Rechtsanwalt und Notar aus Marsberg kann nach seiner fünfjährigen Dienstzeit als Staatssekretär im Innenministerium und Amtsvertreter von Minister Wolf ganz gelassen dem Wahlausgang und seiner politischen Zukunft entgegen sehen. 2000 war Brendel - bis dahin Mandatsträger auf Kommunal- und Kreisebene - über die Reserveliste in den Landtag eingezogen.
Die Stadt an der Diemel ist aber auf den Stimmzetteln weiterhin vertreten, und zwar bei Bündnis 90/Grüne. Mit einem neuen Gesicht. Nachfolger von Reinhard Heithorst (Hygienefachkraft, Jahrgang 1951) ist EDV-Berater Detlev Kleemann, 1965 geboren. Beide sitzen gemeinsam im Rat der Stadt Marsberg.
Rüthen wieder weg
Erstmals zur Landtagswahl tritt Die Linke an. Ihr Wahlkreiskandidat kommt aus Brilon. Es ist der 63-jährige gelernte Bankkaufmann Reinhard Prange, ein Newcomer auf dem politischen Parkett.
Zwei Veränderungen gibt es gegenüber der vergangenen Wahl. Zum einen hat der Wähler erstmals bei einer Landtagswahl in NRW zwei Stimmen. Damit passt sich das Wahlverfahren auf Landesebene dem Kommunal- und Bundestagswahl-Procedere an. Und zum anderen erhält der Wahlkreis einen neuen Zuschnitt. Bei der Wahl 2005 bestand der alte 125-er aus Meschede, Bestwig, den sechs Kommunen des Altkreises Brilon sowie der Stadt Rüthen. Deshalb hieß er HochsauerlandkreisII/Soest III. Rüthen geht zurück in den Kreis Soest.
21:19
OH MEIN GOTT.
Jetzt hat es die SED sogar ins Sauerland geschafft und das sogar mit einem Kandidaten aus meiner Heimatstadt.
An alle, die vorhaben diese Partei zu wählen: Bitte lest vorher das Wahlprogramm!!! Ihr werdet bestimmt überraschaft sein.
14:35
Der letzte Kommentar ist falschgelaufen und gehört hier nicht hin.
14:32
Das sich so ein Schmarotzer nicht schämt sich soviel Geld aus der Kasse zu nehmen.
Wie kann sich einer anmassen soviel besser zu sein als andere Menschen. Wenn mir einer 20000 € dafür geben würde machte ich seinen Job auch.
Verantwortung hätte ich dann nicht mal 1/100 von dem was ich bisher hatte. In meinem Job wäre ich bei einem Fehler rausgrflogen, bei seinem gäbe noch eine grosse Abfindung.
07:29
Er hat sich nicht auf der Landesliste absichern lassen!!
kleine Fehler bestraft der liebe Gott sofort große am 9. Mai.
22:47
@veritas44
Meinen Sie so frischen Wind, wie ihn Westerwelle in die Bundespolitik bringt?
20:30
Mit Freude nehme ich zur Kenntnis das Herr Rechtsanwalt Josef Mühlenbein sich zur Wahl gestellt hat.
Ich hoffe, dass er in den Landtag einzieht und mit seiner klaren Richtung und seinen vernüftigen Ansichten wieder frischen Wind in die Landespolitik bringt.
Ich drücke ihm die Daumen und wünsche ihm viel Erfolg.