Dorf beleben und für die Zukunft attraktiv machen“

Das Kultur- und Malzentrum Oberschledorn (KUMA) wird eröffnet
Das Kultur- und Malzentrum Oberschledorn (KUMA) wird eröffnet
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Kultur- und Malzentrum Oberschledorn (KUMA) wird an diesem Wochenende eröffnet.

Oberschledorn.. Am Sonntag, 21. Juni, ist es soweit: Das Kultur- und Malzentrum in Oberschledorn wird eröffnet. Wir sprachen mit Dieter Krevet, 1. Vorsitzender von „Oberschledorn Aktiv“, über das Projekt, das in der Region als „Kuma“ inzwischen zum Begriff geworden ist.

Wie wichtig ist das Projekt für die Entwicklung des Ortes?

Das KUMA, Kultur und Malzentrum, hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. KUMA mit dem Dorfmittelpunkt gibt dem Ort eine neue Mitte, die der Ort Oberschledorn bisher in dieser Form noch nicht hatte. Dies soll ein sozialer Treffpunkt für Einheimische, Vereine, Gäste, Biker, Wanderer und Künstler sein. Gleichzeitig soll der Dorfmittelpunkt die Region mit und durch Kunst und Kultur bereichern und verbinden.

Was sind die wichtigsten Ziele?

Die Belebung des Dorfes und somit den Ort attraktiv für die Zukunft gestalten für Jung und Alt. Die Annahme des geschaffenen kulturellen Angebotes durch die Bevölkerung des Ortes, aber auch durch Menschen aus der ganzen Region und durch Gäste - hier insbesondere das Atelier, die Kreativwerkstatt, die Kunstausstellung und das Kunst-Cafe.

Das Projekt hat sich über mehrere Jahre entwickelt. Was waren rückblickend die wichtigsten Schritte?

Start des Projektes war eine Bürgerversammlung im Oktober 2009 mit dem Team der Regionale 2013 in der Schützenhalle Oberschledorn. Hier wurden die ersten Grundzüge eines solchen Projektes vorgestellt und diskutiert. Ein wesentlicher Schritt für die Umsetzung unseres Projektes war die Einbindung in die Projektgruppe der Regionale 2013 „LandLebenHeimat“ im Jahr 2010. Mein Dank geht an alle, die das Projekt finanziell unterstützt und mitgetragen haben; allen voran die Stadt Medebach. Doch ohne die Zusage von EU-Fördergeldern hätten wir das Projekt nicht stemmen können. Ebenso wichtig war und ist die Unterstützung durch das Regionale Team 2013 und das Büro startklar.projekt.kommunikation.

Welche Rolle spielt dabei der Nachlass der Künstler-Familie Bergenthal? Gibt es eigentlich noch die ganz alte Werkstatt der Kirchenmalerfamilie?

Für die Verwirklichung des Projektes hat der Nachlass der Künstler-Familie Bergenthal eine immense Bedeutung. Als wir im Jahr 2003 den Wert des Fundus erkannt hatten, war klar, dass dies ein enormer Schatz war, der gehoben und nicht unverborgen bleiben sollte. Durch die Aufarbeitung der Werke in einer Vor- und Hauptstudie durch die Kulturwissenschaftlerin Frau Dr. Plaß konnten rund 3500 Bilder bzw. Exponate gesichtet und katalogisiert werden.

Nach Abschluss der Hauptstudie im Jahr 2008 wurde im Sauerland-Museum in Arnsberg eine Sonderausstellung „Die Kirchenmalerfamilie Bergentahl“ durchgeführt. Hier entstand der Gedanke, eine Dauerausstellung in Oberschledorn einzurichten. Ein lebendiges Museum sollte nachhaltig die Erhaltung und Präsentation der Sammlung Bergenthal als kulturelles Erbe gewährleisten. Ohne diesen Nachlass der Familie Bergenthal wäre das Projekt in der jetzigen Form wohl nicht zustande gekommen. Die alte Werkstatt selbst gibt es nicht mehr. Wir haben sie teilweise nachgestellt und noch verwertbare Teile der Inneneinrichtung dabei verwendet.

Was wird künftig alles unter dem Begriff KUMA angeboten?

Bereits Ende März 2014 wurden das Atelier und die Kreativ-Werkstatt in der ehemaligen Schalterhalle der Volksbank Bigge-Lenne eröffnet. Hier werden seither diverse Kurse für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene angeboten. Ebenso sind wir hier schon mit dem außerschulischen Lernort auf dem Weg.

Neue Bausteine sind die Kunstausstellung im Obergeschoss und das Kunst-Café im Erdgeschoss des KUMA-Hauses und der neue Dorfmittelpunkt als sozialer Treffpunkt.

Gibt es Ideen, wie sich das Ganze in Zukunft noch weiter entwickeln könnte?

Ideen sind sicherlich reichlich vorhanden. Wann und wie sie umsetzbar sind, bleibt abzuwarten und hängt ja auch von der Finanzierbarkeit ab. Ich denke, wir müssen jetzt erst alles ins Laufen bringen; eine Atempause ist jetzt nach den doch stressigen Jahren sicherlich auch erforderlich.