DNA-Proben haben sich gelohnt - volles Haus beim Karneval

Hallenberg..  Eine Schützenkönigin im vollen Ornat in einer Schützenhalle ist eigentlich nichts Besonderes. Wenn sie aber von zwei Vampiren angefallen wird und sich rundherum lachende Krümelmonster, Schlümpfe, Gummibärchen, Zauberwürfel, Verkehrsschilder, Parkuhren und andere bunte Gestalten tummeln, ist irgendetwas anders als sonst.

„Anders“ - das war auch das Stichwort des Hallenberger Karnevals am Donnerstagabend. Nach einem Jahr Zwangspause durch den Rathausbrand hatte sich die „alte“ Veranstaltungstruppe mit erfreulich vielen Nachwuchskräften ein neues Konzept überlegt. Unter dem Motto „Die Neuen Alten (DNA)“ waren nicht mehr nur die Frauen, sondern alle Hallenberger in die Schützen- statt wie früher die Stadthalle eingeladen. Die vielen „DNA-Proben“ zahlten sich aus: Die Halle war voller Narren in allen Altersklassen, die das abwechslungsreich Programm aus Vorführungen, Tänzen und Mitmachaktionen begeistert aufnahmen.

Schon direkt zu Beginn wurden Zugabe-Rufe für die schwungvollen Tänze der Tanz-Girls der K.O.T. Hallenberg und die Lieser Prinzengarde laut. Bürgermeister Michael Kronauge blickte in der Bütt auf das vergangene Jahr in Hallenberg und seinen 60. Geburtstag, also die Eintrittskarte zum Seniorenkarneval, zurück und drohte den hessischen Nachbarn: „Ihr könnt Windräder auf jede Miste bau´n, aber wir lassen uns von Euch nicht unser Stadtbild versau´n!“

Die Neuen Alten nahmen in zahlreichen Sketchen das Hallenberger Lokalkolorit auf die Schüppe: „Wir waren Päpstin!“ Sie mutmaßten u.a., ob der halbfertige Bau hinter dem neuen Rathaus ein begehbarer Kleiderschrank oder eine Umkleide für die Mitarbeiter-Liegewiese würde, und lobten den neuen Vikar Matthias Kamphans für seine KKG-Predigten: kurz, knackig und gut.

Und auch die WP-Staffelwanderung machte Rast auf der Bühne mit Lokalreporterin Karla Kolumna. Wer damit wohl gemeint war.....?