Die Unweisen geben in der Stadthalle närrischen Startschuss

Olsberg..  Die Theatergruppe der Olsberger Frauengemeinschaft „Die Unweisen“ gaben am Freitagabend auf ihrer Sitzung in der Konzerthalle den Startschuss für das närrische Treiben im Olsberger Stadtgebiet.

Und einmal mehr gelang es den „Unweisen“, die Damenwelt aus dem Strunzertal in die bunte Welt der Narretei zu entführen. Allerdings blieben die Frauen unter sich, denn die Herren der Schöpfung haben da eigentlich nichts zu suchen. Nicht umsonst heißt es „Frauenkarneval“ und die Konzerthalle wurde zur absoluten männerfreien Zone erklärt. Von den guten Geistern der Schützenbruderschaft St. Michael, die für die Bewirtung verantwortlich zeichneten, einmal abgesehen.

Was die fast 30 närrischen Damen an diesem Abend in knapp dreieinhalb Stunden auf die Bühne zauberten, konnte sich erneut sehen lassen. Da ging es gleich nach einem flotten Gardemarsch der Jugendgarde des NOK, Schlag auf Schlag, wie gewohnt mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Show und Unterhaltung.

Ohnehin sind es jene Tanzdarbietungen in den mit viel Liebe geschneiderten Kostümen, die immer wieder eine besondere Augenweide sind, was beim Baby- und auch beim Cowboytanz einmal mehr deutlich wurde. Zwischen Tanz und Show wurden immer wieder kleine Sketche und Theaterstücke eingestreut mit Geschichten, die das tägliche Leben so schreibt. Nach einem Gastauftritt des „Biekenballetts“ aus Nuttlar und einem lustigen Wiedersehen alter Freundinnen, hieß es: „Aber bitte mit Sahne“. Doch nicht mit dem legendären Udo Jürgens, sondern nur beim Kaffeekränzchen und Erdbeerkuchen mit Sahne.

In der Bütt plauderten Gerti Burghoff und Tina Gödde als kölsche Mädchen „Waltraud und Mariechen“ aus dem „Nähkästchen“ und wussten ganz viel über Land und Leute zu erzählen. Aber wenn die beiden Urgesteine nur den Mund aufmachen, sind die Lachsalven schon vorprogrammiert. Das gilt aber auch für die beiden Gierskopper „Schrapnells“ (Katja Schulte und Ulrike Niggemann), die auf „Viagra-Promotion-Tour“ gingen. Fragt sich nur, was passiert, wenn die Beiden auch Hausbesuche machen?

Zum krönenden Finale des gelungenen Abends wurde die „Neue deutsche Welle“ präsentiert. Noch einmal reichlich Tanz, Varieté und Gesang, bevor das Sauerlandtrio zur Polonaise und zum gemütlichen Beisammensein aufspielte.