„Die Sixties“ vor der Kameralinse

Auch die Stones hat Linda McCartney vor der Linse gehabt. Ihre Bilder sind im Rahmen einer Ausstellung im  Kump in Hallenberg
Auch die Stones hat Linda McCartney vor der Linse gehabt. Ihre Bilder sind im Rahmen einer Ausstellung im Kump in Hallenberg
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine gelungene Mischung aus Ausstellungen, Lesungen und Konzerten gibt es auch 2015 wieder im Kump in Hallenberg. Den Auftakt macht eine Ausstellung mit Fotos von Linda McCartney.

Hallenberg..  Um es gleich vorweg zu nehmen: Linda McCartney hatte keine Verwandten in Hallenberg. Aber die „DustyBrooms“ haben einen Bezug zur Nuhnestadt. Und wenn Marcus Hernig nicht gerade in China weilt, dann schreibt der promovierte Sinologe, Publizist und Autor an einem neuen Buch in seinem Hallenberger Häuschen. Solche Geflechte ließen sich unendlich weiter spinnen. Fakt ist aber: Die Stadt und der Förderverein Kunst & Kump haben mit Unterstützung der Sparkasse Hochsauerland auch für 2015 wieder eine interessante Mischung an Ausstellungen, Lesungen und Konzerten zu bieten.

Den Auftakt macht die viel zu früh verstorbenen Linda McCartney. Mit ihrem Mann Paul gründete sie 1971 die Band „Wings“, in der sie Keyboard spielte und sang. Hits wie „Silly love songs“ oder „With a little luck“ machten die Gruppe weltberühmt. Doch die Frau des Ex-Beatles war nicht nur eine begnadete Musikern. Als Insiderin und musikbegeisterte Fotografin hielt sie die sechziger Jahre in Bildern fest. Vom 4. Juni bis 10. Juli ist ihre Ausstellung „Die Sixties - Porträt einer Ära“ mit 85 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien im Kump zu sehen. Das Ganze ist eine Ausstellung von Peter Reichelt und Ina Brockmann aus Mannheim, die u.a. auch schon die Marilyn-Monroe- und die Michael-Jackson-Bilder und -Exponate nach Hallenberg gebracht hatten. Zur Eröffnung am 4. Juni um 19 Uhr spricht Andreas Melliwa von Radio Sauerland.

Blues-Musik

Ein Konzert mit Blues-Musik steht am 19. Juni um 19 Uhr im Kump-Veranstaltungsprogramm. Zu Gast sind dann die „DustyBrooms“ aus Biedenkopf. Was haben die Jungs mit Hallenberg zu tun? Lead-Sänger Peter Hohenecker ist der Ehemann von Birgit Simmler, die seit Jahren an der Freilichtbühne Regie führt.

„Chinas Bauch“ ist der Titel einer Lesung am 7. Juli im Kump. Und so heißt auch das neue Buch von Marcus Hernig. Seit 1992 lebt er vor allem in China und war mehrfach für das Goethe-Institut in Ostasien tätig, zuletzt als Leiter der Dependance in Kyoto/Japan. Er lehrt an chinesischen Hochschulen in Hangzhou und Schanghai und berät Unternehmen in Fragen chinesischer Kultur und Kommunikation.

„1992 kam ich zum ersten Mal nach China, 2011 zum ersten Mal nach Hallenberg. Beide Orte, so unterschiedlich sie auch immer sein mögen, haben mich zum Bleiben eingeladen. In China habe ich studiert, geliebt, geheiratet, geschrieben. In Hallenberg lebe ich, ruhe mich aus, schreibe ebenfalls - untermalt vom Plätschern der Weiffe - neben meiner Dichterhütte an der Bachbiegung.“

Aus ihrem zweiten historischen Roman „Mitten in Texas und doch nicht am Ziel“ liest Barbara Ortwein am 20. August. Die Lehrerin und Autorin ergänzt ihre Lesung wieder mit Live-Musik.

Comedy gefällig?

Comedy gibt es ebenfalls im Kump-Kalender – auch wenn diese Veranstaltung aufgrund der erwarteten Zuschauerzahl in größere Räumlichkeiten ausweicht. Der Wahlkölner Sascha Korf tritt mit „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“ am 19. September um 19 Uhr in der Schützenhalle auf.

Vom 11. Oktober bis zum 13. November wird der Kump noch einmal zur Ausstellungsgalerie. „Von Zeit zu Zeit“ lautet der Titel für die Bilder-Schau von Irmtraud Schniedenharn. Die Malerin und Zeichnerin hat sich unterschiedlichen Maltechniken auf Papier, Karton und Leinwand verschrieben. Sie ist – und damit wären wir wieder mal bei den Hallenberger Querverbindungen - übrigens die Schwiegermutter der Schauspielerin Suzanne von Borsody, die 2013 im Kump ausstellte.

Geschichten erzählen

Und damit schließt sich der Kreis in Hallenberg und mit Hallenberger Beteiligung: Kerstin Rachfahl liest aus ihrem neuen Roman „Im Netz der NSA“. Die Hallenbergerin: „Ich erzähle für mein Leben gerne Geschichten. Sie festzuhalten und als eBook zu veröffentlichen war mein größter Traum.“ Musikalisch begleitet wird sie von Matthias Dicke aus Siedlinghausen.