Die Scheu vor dem Bus nehmen

Altkreis..  Der bislang einzige Mobilitätspate in der Stadt Brilon, Patrick Michalski aus Hoppecke, bekommt Unterstützung. Auch Franz-Heinrich Kraft aus der Briloner Kernstadt ist ab sofort als ehrenamtlicher Ansprechpartner in Sachen Bus und Bahn aktiv. Und die bislang einzige Mobilitätspatin in der Stadt Medebach, Roswitha Ricken, darf sich auf ihren neuen Kollegen Horst Frese aus Düdinghausen freuen.

Alle Mobilitätspaten kennen sich mit dem öffentlichen Nahverkehr vor Ort gut aus und möchten dieses Wissen gerne teilen. Sie sind selber viel mit Bus und Bahn unterwegs und haben sich bei einer Schulung durch die RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH auch theoretisch fit gemacht. „Viele Menschen haben Interesse am Busfahren, trauen sich aber häufig nicht, da die Erfahrung fehlt“, weiß Franz-Heinrich Kraft.

Ansprechpartner vor Ort

„Dabei ist es eigentlich doch ganz einfach“, findet der Briloner und meint, es sei doch schade, wenn Menschen nur deshalb zu Hause bleiben, weil sie nicht genau wissen, wie es geht. Und genau denen möchte er, dabei helfen, ihnen ihre Scheu vor Fahrplänen, Tarifen oder Umsteigeverbindungen zu nehmen, ebenso wie es bereits Patrick Michalski in Hoppecke macht. Als Mobilitätspaten sind sie Ansprechpartner für alle im Ort. Die Beratung ist kostenlos und jeder, der wieder mit Bus und Bahn mobil sein möchte, kann sich mit seinen Fragen direkt an Franz-Heinrich Kraft, Patrick Michalski, Horst Frese oder Roswitha Ricken wenden.

Projekt finanziell gefördert

Im gesamten Hochsauerlandkreis sind inzwischen 23 Mobilitätspaten aktiv. „Ein tolles Ergebnis“, findet Gregor Speer vom Verkehrsmanagement der RLG. Als verantwortlicher Projektleiter betreut Speer unterschiedliche Maßnahmen aus dem Gesamtkonzept mobil4you. Einer der Bausteine zur Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum sind die Mobilitätspaten. Gregor Speer: „Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich in ihren Orten ehrenamtlich engagieren.“

Als Mobilitätspaten erleichtern sie ihren Mitbürgern den Zugang zu Bus und Bahn und verhelfen ihnen so zu mehr Bewegungsfreiheit und Mobilität. Und genau dieses Ziel „Förderung der Mobilität im länd­lichen Raum“ verfolgt das Projekt mobil4you und wird deshalb vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie vom Hochsauerlandkreis und Kreis Soest finanziell gefördert und von den Verkehrsunternehmen umgesetzt.