Die Kirche fit für die Zukunft machen
12.03.2008 | 15:33 Uhr 2008-03-12T15:33:00+0100
Thülen. (aj) Starker Besuch bei der Auftaktveranstaltung der beiden Pastoralverbünde Brilon und Thülen zum Thema: „Quo vadis? Kirche, wohin gehst Du?” am Dienstagabend in der Tülener Schützenhalle.
Etwa 500 Zuhörer aus den sieben Pfarrgemeinden des Pastoralverbundes Thülen und fünf des Pastoralverbundes Brilon sowie auch einige Interessenten aus dem Raum Marsberg wollten wissen, wie es um die Zukunft der Kirche bestellt ist. Ziel der Veranstaltung war es, die Weichen für ein lebendiges Konzept in einer Zeit zu erstellen, wo das Engagement der Gemeindemitglieder mehr denn je gefragt ist.
So sahen es Propst Stefan Wigger und Dechant Michael Kleineidam im Dialog schon in ihrer Begrüßung und betonten, die Kirche von übermorgen sehe anders aus als heute, aber darin liege auch die große Chance, sich neu aufzustellen.Interesse wecken
Diese Veranstaltung der Patorlaverbünde sollen ein erstes Interesse wecken und jeder könne und solle sich dabei einbringen. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Juki-Band (Jugend-Kirche-Band) umrahmt und auch Wolfgang Möser hatte sich so seine Gedanken über die Kirche gemacht.
Der Hobby-Kabarettist berichtete auf lockere Art und Weise von seinen Erfahrungen als Mitglied im Pfarrgemeinderat („In den Kirchenvorstand kommt man als Zugezogener ja nicht rein!“) und hatte so einige, nicht so ganz ernst gemeinte Vorschläge, wie man Kirche selber machen kann.
Als Referent nahm der Leiter der Katholisch Sozialethischen Arbeitsstelle Hamm, Thomas Becker aus Bad Sassendorf, zur Sinus-Milieu-Studie 2007 Stellung. Der gebürtige Olsberger erläuterte vor dem Hintergrund von Wertorientierungen, Lebensstilen und der sozialen Lage, die Kommunikation zwischen den Lebensstilen im Bezug auf die Kirche und ihrer Mitglieder.
Anhand der zehn Lebenslogiken dieser Studie und untermauert mit zahlreichen Video-Sequenzen definierte Becker unter anderem das Verhalten von Nostalgikern und Traditionalisten, Etablierten, Konservativen und Materialisten.
Abschließend stellten sich noch die beiden Arbeitsgruppen der Pastoralverbünde vor, die sich konkret damit befassen wollen, die Kirche fit für Zukunft zu machen.
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