„Die Drei Musketiere“ auf der Freilichtbühne Hallenberg

Die Freilichtbühne Hallenberg spielt in dieser Saison „Die Drei Musketiere".
Die Freilichtbühne Hallenberg spielt in dieser Saison „Die Drei Musketiere".
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Mantel- und Degenstück "Die Drei Musketiere" wird in diesem Jahr auf der Hallenberger Freilichtbühne aufgeführt. Premiere ist am Sonntag, 14. Juni.

Hallenberg.. Die Degen sind zum Glück nicht scharf. Und jede Kampfszene ist nahezu eine fest einstudierte Choreographie. Besser ist das, denn auf der Freilichtbühne geht es diesmal hoch her. Duell hier, Duell da. Ein Sprung über Tische und Bänke. „Die Drei Musketiere“ kämpfen 16 Mal einer für alle und alle für einen. Am Sonntag, 14. Juni, 15.30 Uhr, wird die Erwachsenen-Spielsaison eröffnet. Die Ansprache hält der Briloner Gereon Fritz, Präsident der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa.

Hallenberg wird zum Paris des 17. Jahrhunderts

Denn Hallenberg wird zum Paris des 17. Jahrhunderts. Der junge Hitzkopf D’Artagnan zieht in die französische Metropole, um sein Glück zu machen. Er trifft auf Athos, Porthos und Aramis, die Musketiere der königlichen Garde. Erst kreuzen sich ihre Waffen, doch schon bald verbindet sie eine Freundschaft. Und gemeinsam kämpfen sie gegen politische Intrigen und eine unnahbare Frau, die zwischen Frankreich und England ein falsches Spiel spielt…

Freilichtbühne Nach ersten Probe-Eindrücken kann man mit Sicherheit sagen. „Die Drei Musketiere“ halten genau das, was der Titel verspricht. Hinter Birgit Simmlers neunter Regie-Arbeit für Hallenberg steckt ein turbulentes, aktionsgeladenes Mantel- und Degenstück mit Duellen, Ränkespielen und natürlich einer Portion Liebe. Das Ganze vor einer herrlichen Kulisse und mit Kostümen, bei denen sich das sechsköpfige Schneiderei-Team nahezu selbst übertroffen hat. Denn alles ist wieder einmal handgemacht und von edler Optik.

Kostüme der Musketiere sind echte Hingucker

Allein die Outfits der Musketiere sind echte Hingucker. „Wir haben erstmals mit viel Leder gearbeitet; das ist von vornherein aufwändiger. Die aufgebrochenen Ärmel sind Mehrteiler, die zusammengesetzt werden mussten. Für andere Rollen konnten wir uns aus unserem Stoff-Fundus bedienen, denn es werden viele individuelle Kostüme benötigt“, erklärt Mechthild Winter, bei der die Fäden der Schneiderei im wahrsten Sinne des Wortes zusammenlaufen. Die Schnitte für die Kostüme sind übrigens nahezu identisch mit denen, die „Die Musketiere“ in der aufwändigen zehnteiligen TV-Serie unter der Regie von Toby Haynes bei der Ausstrahlung in diesem Winter in der ARD getragen haben.

Mit historischen Sujets hat die Hallenberger Bühne in den vergangenen Jahren immer einen guten Griff getan. Zwar hatte „Cyrano de Bergerác“ 2008 trotz großartiger Inszenierung und erstklassiger schauspielerischer Leistung ein Bekanntheitsproblem beim breiten Publikum. Aber „Le Misérables“ in 2012 oder im vergangenen Jahr „Die Päpstin“ waren überaus erfolgreiche Stücke, für die das Theater zum Teil Zusatzaufführungen ansetzte.

Ensemble besteht aus 60 Schauspielern

Wenn die Hallenberger ein Musical oder eine Operette spielen, muss Birgit Simmler stets viel Probenzeit für den Gesang abtreten. Diesmal musste großer Wert auf das Einstudieren von Kampfszenen gelegt werden. Die Geschichte um „Die Drei Musketiere“ hat nicht so sehr viele Massenszenen, so dass das Ensemble aus „nur“ rund 60 Schauspielern besteht. Man darf gespannt sein, mit welchen Waffen außer ihren Degen die Musketiere um die Gunst der Zuschauer kämpfen werden.