„Die Altenstiftung darf nicht untergehen“

Marsberg..  Die Altenstiftung Marsberg stand kurz vor ihrem 25-jährigen Jubiläum vor dem Aus. Jetzt hat sich doch noch ein neuer Vorstand gefunden, und es geht weiter mit der Seniorenarbeit in der Stadt an der Diemel.

Die neue Vorsitzende ist Christa Siedhoff. In der Jahreshauptversammlung wurde sie einstimmig gewählt. Gekommen waren 31 Mitglieder. „Fast dreimal so viel wie zu unseren monatlichen Seniorentreffs“, wertete die scheidende Vorsitzende Christel Bartz das relativ große Interesse als positives Signal in die Zukunft. Die Altenstiftung Marsberg hat momentan 60 Mitglieder.

Existenz war gefährdet

„Wir sind froh, dass sich um Christa Siedhoff drei weitere Damen gefunden haben, die gemeinsam die Altenstiftung fortführen wollen“, freut sich Christel Bartz ganz besonders, dass es weitergeht. 15 Jahre hat sie die Altenstiftung mit viel Herzblut und Engagement geleitet. Rückläufige Mitgliederzahlen, wegbrechende Spendenaufkommen und mangelndes Interesse an der Vorstandsarbeit drohten kurz vor Weihnachten der Altenstift die Existenz zu nehmen. Christel Bartz wollte und konnte aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz nicht weiter ausüben. Die WP berichtete.

„Ich habe den Bericht gelesen und habe nur gedacht: Das darf doch nicht wahr sein“, so Christa Siedhoff in der Versammlung. „Für mich war gleich klar: Die Altenstiftung darf nicht untergehen“, sagte sie auch im Namen ihrer neuen Vorstandsdamen. „Wir sind guten Mutes und voller Willenskraft, die Seniorenarbeit weiterzuführen.“

Konkrete Pläne sollen jetzt entwickelt werden. Vor allem hofft der neue Vorstand auf viele neue Mitglieder. Denn nicht nur das Vorstandsteam braucht eine Verjüngungskur.

Dank vom Bürgermeister

Für die Mitglieder aber auch im Namen der Stadt, des Rates und der Verwaltung dankte der stellvertretende Bürgermeister Johannes Wüllner Christel Bartz für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement: „Sie haben wichtige Arbeit geleistet.“ Riesig habe er sich gefreut, so Wüllner, dass es mit Christa Siedhoff weitergehen werde. Er ist sich sicher, „dass der neue Vorstand seht gute neue Spuren legen wird.“

Christel Bartz dankte vor allem den Weggefährten wie Friedel Welzel und der Familie Krempin, aber auch den Apothekern im Stadtgebiet sowie allen finanziellen Unterstützern, „ohne die schon viel eher Schluss gewesen wäre.“

Einmal im Monat findet ein Seniorentreff im Bürgerhaus statt mit verschiedenen Vorträgen oder Vorführungen. 2014 führte ein Ausflug ins Brotmuseum.

Die Altenstiftung unterhält ein Seniorenbüro in der Bahnhofstraße. Dienstags findet dort ein Klönnachmittag statt, donnerstags ein Spielenachmittag. ad