Der Tafeldienst an der Realschule ist passé
09.02.2011 | 17:40 Uhr 2011-02-09T17:40:00+0100
Marsberg.(ad) In zehn Klassen- und Fachräumen der Realschule Marsberg wird nun nicht mehr mit Kreide an die Wandtafeln geschrieben, sondern ganz modern mit einem interaktiven Whiteboard gearbeitet. 55 000 Euro hat sich die Schule die computer- und internetgestützten Whiteboards kosten lassen. Finanziert wurden sie zur Hälfte aus dem Schuletat und zur Hälfte vom Förderverein.
Für den ersten Konrektor Detlef Völlmecke und den zweiten Konrektor Torsten Lichau ist diese Neuanschaffung ein weiterer Schritt, den Schulalltag zukunftsfähig zu organisieren, wobei beide stellvertretenden Schulleiter unterstreichen, dass die Eigenständigkeit der Realschule nicht gefährdet sei, vor dem Hintergrund der Diskussion um zurückgehende Schülerzahlen und dadurch bedingte Veränderungen in der Schullandschaft. Auch seitens des Schulträgers sei ihnen versichert worden, dass derzeit keinerlei Planungen liefen, dass die Gemeinschaftshauptschule Marsberg in irgendeiner Form mit der Realschule zusammengelegt werde soll.
Viel wichtiger ist beiden Pädagogen, dass organisatorische Fragen und Perspektiven der Schullandschaft die inhaltliche Entwicklung einer Schule nicht behindern dürfen. „Uns geht es darum, die Realschule eigenständig zukunftsfähig zu machen.“
Dies soll durch Verbesserung der Unterrichtsqualität erfolgen. Dazu werden gerade die schulinternen Lehrpläne und die Prinzipien der Leistungsbewertung überarbeitet. Außerdem sind Umstrukturierungsmaßnahmen geplant, wie die Einführung des Lehrer-Raum-Prinzips.
Eine Arbeitsgruppe aus Schülern, Eltern und Lehrer erarbeitet dazu ein Konzept, das zentrale Fragen der Organisation thematisiert. In diesem Zusammenhang sollen bessere Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Lern- und Arbeitsmethoden, Binnendifferenzierung und individuellen Förderung geschaffen werden.
Aber auch das Konzept der Berufswahlorientierung wurde durch die Installation des Berufsorientierungsbüros als zentraler Informationspool für die Schüler vollständig erneuert sowie durch berufswahlorientierte Methodentage und Berufsfelderkundungen in den Klassen 8 bis 10 ergänzt.
„Aber auch die Ausstattung der Schule im Bereich Unterrichtsorganisation und Betreuung der Schüler ist Ziel von Schulleitung und Schulträger“, sind sich die beiden Pädagogen einig. In den Sommerferien soll der Biologieraum modernisiert werden. Der Einbau einer Cafeteria ist für 2012 vorgesehen. Damit entspanne sich auch deutlich die Versorgung der Schüler in der Mittagspause, so Konrektor Völlmecke. Auch personell habe sich die Situation verändert.
Zum 1. Februar traten Janina Gamenik mit den Fächern Deutsch und katholische Religionslehre und Andrea Kersting mit den Fächern Mathematik und Sport ihren Dienst in der Realschule Marsberg an. Für das neue Schuljahr können die Schüler ab Mittwoch, 16. bis Montag, 21. Februar, angemeldet werden.
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