Der positive Trend setzt sich im Juni fort

Marsberg/Olsberg..  Im Juni ist die Arbeitslosigkeit im HSK weiter unter die 7 000er Marke gesunken. Insgesamt sind derzeit 6858 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 97 Frauen und Männer oder 1,4 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 531 oder 7,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote im HSK bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt bei 4,7 Prozent, 0,1 Prozentpunkt weniger als im Vormonat und 0,4 Prozent weniger als im Juni letzten Jahres.

Mit einem Drittel des Rückgangs ist der Altkreis Brilon dabei. Im Bereich der Geschäftsstelle Marsberg - identisch mit dem Stadtgebiet - ging die Zahl der Arbeitslosen um 11 auf 465 zurück. Die Arbeitslosenquote lag zum Monatswechsel bei 4,3 Prozent (-0,1 Prozentpunkte). Im Bereich der Geschäftsstelle Olsberg - zuständig für den Rest des Altkreises - ging die Zahl der Arbeitslosen um 20 auf 1211 zurück. Auf die Quote von 3,3 Prozent hatte das allerdings keinen zählbaren Einfluss.

Alle Möglichkeiten offen

„Der positive Trend am heimischen Arbeitsmarkt hält weiter an. Damit stehen unserer Region alle Möglichkeiten offen. Mit einer Kombination aus Chancengleichheit, Inklusion und echter Willkommenskultur kann sich die Region dem erhöhten Fachkräftebedarf stellen. Dabei sind alle regionalen Akteure gefragt, denn es geht um den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und individuellen Fortschritt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen gehen immer früher in das Rennen um motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und suchen verstärkt nach den besten Fachkräften. Die Ausbildung in den eigenen Reihen gewinnt weiter an Bedeutung, und es sind derzeit noch einige Ausbildungsmöglichkeiten vorhanden“, so Oliver Schmale, Chef der Agentur für Arbeit Meschede-Soest die aktuellen Zahlen.

Im HSK haben Arbeitgeber 506 neue zu besetzende Stellen gemeldet - gegenüber Mai ein Rückgang von 41 Stellen (-7,5 Prozent), im Vergleich zum Vorjahr jedoch ein Plus von 56 Stellen (+12,4 Prozent).

Der Bestand an offenen Stellen liegt aktuell bei 1 518 und damit 41 Stellen oder 7,5 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 235 Stellen oder 18,3 Prozent.

1880 Ausbildungsstellen gemeldet

Im Juni 2015 waren kreisweit 2142 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle gemeldet. Das sind 144 Jugendliche oder 6,3 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig stieg die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 85 auf 1880 Lehrstellen an, ein Plus von 4,7 Prozent.

„Es fällt trotzdem nicht allen Bewerbern leicht, eine Ausbildungsstelle zu finden“, erläutert Schmale die aktuelle Entwicklung. „Oft schrecken Ausbildungsbetriebe noch davor zurück, auch schwächere Bewerber einzustellen. Die aktuelle Entwicklung des Ausbildungsmarktes macht jedoch deutlich, dass es immer schwieriger wird, den Fachkräftebedarf durch Auszubildende zu decken. Geburtenschwache Jahrgänge der Schulabgänger schlagen sich bereits jetzt in geringeren Bewerberzahlen nieder. Darum sollten Arbeitgeber auch schwächeren Bewerbern eine Chance geben. Mit der assistierten Ausbildung bieten wir als Agentur für Arbeit ein neues Förderprogramm an, von dem Auszubildende und Ausbildungsbetrieb profitieren können.“

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