Der kleine Resul ist das Neujahrskind 2015

Mutter Aulona Hajrizi mit Sohn Resul und Hebamme Zoi Malawetzis
Mutter Aulona Hajrizi mit Sohn Resul und Hebamme Zoi Malawetzis
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zwei Minuten vor 1 Uhr in der Neujahrsnacht kam der kleine Resul als erstes Kind 2015 im Briloner Krankenhaus zur Welt.

Brilon..  Schon am Silvestermorgen war Aulona Hajrizi in die gynäkologische Abteilung des Maria-Hilf-Krankenhauses gekommen. Doch der kleine Resul, unser Neujahrskind 2015, hatte keine große Eile, das Licht der Welt zu erblicken. So ließ er sogar noch den Jahreswechsel verstreichen. Zwei Minuten vor 1 Uhr in der Neujahrsnacht war es dann aber soweit: 3060 Gramm schwer und 48 Zentimeter groß kam Resul zur Welt. Für Mutter Aulona, die in Olsberg lebt und aus dem Kosovo stammt, ist es bereits das zweite Kind.

„Da war schon einiges los bei uns über Silvester und Neujahr“, berichtet Zoi Malawetzis (56), die einem 13-köpfigen Hebammenteam im Briloner Krankenhaus angehört.

36 Geburten mehr als 2013

„Zwei Kinder kamen schon Silvester zur Welt und am Neujahrstag waren es noch mal zwei.“ Auch am gestrigen Mittag steht eine Geburt untermittelbar bevor. „Ich werde wohl jeden Moment in den Kreißsaal gerufen. Vermutlich wird es ein Kaiserschnitt“, so die 56-Jährige, die ihren Beruf bereits seit 36 Jahren ausübt, davon 34 Jahre im Maria-Hilf.

Obwohl einiges auf der Station zu tun ist, nimmt sich Zoi Malawetzis die Zeit für ein kleines Gespräch. Natürlich hat sie die Geburtenzahl im Briloner Krankenhaus für 2014 parat. „Das waren insgesamt 542 Kinder, 36 Geburten mehr als noch 2013“, meint sie stolz.

Der Trend zeige deutlich nach oben, trotz Demographie. Bis 2004, so ist auf einer Geburtenskala abzulesen, waren die Zahlen noch recht hoch. Damals kamen 557 Kinder im Maria-Hilf zur Welt. Danach gibt es einen starken Knick, weit unter die 500-Grenze. Seit 2012 geht es wieder aufwärts, 2013 waren es bereits 506 Geburten. „Ich denke, das Ergebnis von 2014 wird im kommenden Jahr ähnlich aussehen, vermutlich sogar noch besser“, so Zoi Malawetzis.

Kommen die Frauen, die in Brilon entbinden, aus der näheren Umgebung, oder reisen sie auch von weiter an? Die 56-Jährige zieht einen Radius von etwa 50 km rund um Brilon. „Wir haben bei uns Mütter aus Winterberg, Medebach, Marsberg, Meschede, Willingen, Korbach und auch aus Büren. Eine Frau aus Neheim war jetzt sogar schon zur zweiten Geburt bei uns.“ Und rasch noch eine letzte Frage. „Gab es 2014 besondere Momente auf der Station?“ Die 56-Jährige überlegt einen Augenblick. „Ja, das gab es tatsächlich. Im August hatten wir sage und schreibe 61 Geburten. Das habe ich in den 34 Jahren hier im Krankenhaus noch nicht erlebt. Normal sind 40 bis 50 Entbindungen im Monat.“