Der Fahrkarten-Verkauf muss besser werden

Martina Pohle (li.) zbd Birgit Gerold schätzen die gute Beratung sehr am Fahrkartenschalter im Bahnhof Marsberg.
Martina Pohle (li.) zbd Birgit Gerold schätzen die gute Beratung sehr am Fahrkartenschalter im Bahnhof Marsberg.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In Marsberg gab es Befürchtungen, dass der Fahrenkartenschalter am Marsberger Bahnhof geschlossen werden sollte. Doch das war offenbar nur ein Gerücht.

Marsberg..  Er ist einer der ganz wenigen kleinen Bahnhöfe im Land, in dem noch Fahrkarten an einem Schalter gekauft werden können. Der Schalter gehört zwar nicht mehr der Bahn, sondern einem Werler Reisebüro. Jetzt machte in Marsberg aber wieder das Gerücht die Runde, der Schalter im Bahnhof würde geschlossen. Er sei zu unrentabel. Das Gerücht veranlasste Bürgermeister Klaus Hülsenbeck dazu, bei dem Reisebüro nachzuhaken.

Wie er in der jüngsten Sitzung des Stadtrates sagte, sei die Schließung tatsächlich nur ein Gerücht. Aber der Eigentümer hätte auch klipp und klar gesagt, dass die Einnahmen drastisch zurückgegangen seien und der Fahrkartenverkauf deutlich besser werden müsste, sonst sei eine Schließung auf Dauer wohl nicht aufzuhalten. Hülsenbeck: „Es liegt also an uns Bürgern. Ob das Schalterangebot erhalten bleibt, wird mit den Füßen abgestimmt.“

Schalterbeamter Rudi Hillebrand sitzt für die SPD im Stadtrat. Er sagte, dass die Fahrkartentickets am Automaten immer billiger gewesen seien als am Schalter. Die Preise seien aber jetzt gleichgesetzt worden.

Interessent für Kiosk-Bereich

Hillebrand hofft, dass nun wieder mehr Menschen den Fahrkartenschalter nutzen werden, damit er samt individueller Beratung für alle Bahntouren erhalten bleibt.

Das hoffen auch Martina Pohle aus Giershagen und Birgit Gerold aus Leitmar. Die beiden Frauen schätzen die persönliche Beratung und haben vollstes Vertrauen darin. „Herr Hillebrand sucht uns immer die günstigsten Fahrten und die kürzesten Strecken aus. Dann druckt er uns noch die Verbindungen aus.“ Besser gehe es nicht, sagt Birgit Gerold. Sie möchte Fahrkarten kaufen nach Berlin für zwei Erwachsene und vier Kinder.

Ansehnlich von außen ist das Bahnhofsgelände schon lange nicht mehr. Auch der ehemalige Wartesaal vor dem Schalterbereich hat schon bessere Tage gesehen. Wie Rudi Hillebrand weiter ausführte, gebe es einen Interessenten für den Kiosk-Bereich. Der wolle etwas anderes dort aufziehen. Aber noch im Frühjahr sollten die Umbauarbeiten beginnen. Dann wollten auch die privaten Eigentümer das Bahnhofsgebäude von außen restaurieren lassen.