Den Bienen auf die Flügel gucken

Ein SUmmen und Brummen kann man in Titmaringhausen „Am Pferdlauf“ hören. „Sie dürfen diesen Kasten gerne öffnen“, hat Imker Norbert Schmidt auf ein Schild geschrieben. Und Kinder oder Wanderer machen von dieser Einladung reichlich Gebrauch. Denn hinter den beiden Holzdeckeln kann man - geschützt von zwei Glasscheiben - ein emsiges Bienenvolk beobachten.

Willi und Maja wiedergesund machen

Seit 44 Jahren betreibt Norbert Schmidt die Imkerei als Hobby. Bei seinem Vater ist er damals quasi in die „Lehre“ gegangen. Und seit langer Zeit ist der 62-Jährige Vorsitzender des Imkervereins Medebach und sogar Bienensachverständiger im Landesverband der Westfälisch-Lippischen Imker. Wenn zum Beispiel irgendwo einmal Bienenvölker krank sind, dann berät er seine Kollegen, damit die „Willis“ und „Majas“ wieder gesund von Blüte zu Blüte fliegen können.

Die Idee mit dem Schaukasten an der Straße stößt inzwischen auf großes Interesse. Die Zahl der Bienen zu schätzen, ist ganz schön schwierig. Tatsächlich sind es 1000 Insekten auf jeder Schaukasten-Seite, die zurzeit auf besseres Wetter warten. „Denn erst ab zehn bis zwölf Grad ist Flugzeit. Und in den vergangenen Tagen war es einfach zu kalt“, sagt der Fachmann. Er selbst besitzt rund 25 Völker und Interessenten gewährt er nicht nur einen Blick in den Schaukasten, sondern gerne auch generell in die Arbeit eines engagierten Hobby-Imkers.

Norbert Schmidt ist mit seinen Bienen auch vom 19. bis 21. Juni im Center Parcs Medebach bei der „Kids Climate Conference“ dabei. Dort geht es darum, was jeder einzelne von uns dazu beitragen kann, damit die Welt auch morgen noch intakt ist. Und was wäre sie ohne Bienen?