Das erste Skiwochenende des Jahres 2014 im Sauerland

Skigebiet Fahlenscheid in Olpe. Nach der mageren Saison 2013/2014 hofft Betreiberfamilie Stinn in dieser Saison auf deutlich mehr Schneetage. Seit Samstag blasen die Schneekanonen rund um die Uhr Kunstschnee auf die Piste, am Montag ab 10 Uhr werden die beiden Hauptlifte in Betrieb genommen. Am Sonntag lief bereits der "Zauberteppich", ein 150 m langes Förderband für Rodler und Snowboardfahrer.
Skigebiet Fahlenscheid in Olpe. Nach der mageren Saison 2013/2014 hofft Betreiberfamilie Stinn in dieser Saison auf deutlich mehr Schneetage. Seit Samstag blasen die Schneekanonen rund um die Uhr Kunstschnee auf die Piste, am Montag ab 10 Uhr werden die beiden Hauptlifte in Betrieb genommen. Am Sonntag lief bereits der "Zauberteppich", ein 150 m langes Förderband für Rodler und Snowboardfahrer.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Sonntag war ein perfekter Tag in und um Winterberg. Am Samstag gab es viele Unfälle.

Sauerland.. Am Samstag stöhnten die Autofahrer, am Sonntag freuten sich dafür die Ski- und Rodelfans. Erst brachte Tief Hiltrud Schnee, Sturm und klirrende Kälte, dann schien die Sonne aus blauem Himmel auf frischen Neuschnee. Kalt soll es auch in den kommenden Tagen bleiben, und mit weiteren Schneefällen wurde schon in der Nacht von Sonntag auf Montag gerechnet.

In der Wintersportarena Sauerland waren gestern 58 Lifte in Betrieb; eine 20 bis 50 Zentimeter hohe Mischung aus Neu- und Kunstschnee ermöglichte Abfahrten auf einer Gesamtstrecke von 42,9 Kilometer Länge. Die Folge: Es brummt in Winterberg. Tourismus-Direktor Michael Beckmann ist begeistert: „Besser geht es nicht. Jetzt läuft das Geschäft, das wir im vergangenen Winter nicht hatten.“ Das letzte Wochenende des Jahres in der Kalenderwoche 52 brachte so zugleich das erste Skiwochenende des Jahres 2014.

Wartelisten für Kurzentschlossene

Dafür fiel es besonders perfekt aus: Sonne am blauen Himmel über weißer Landschaft, klare Luft und knackige Temperaturen – ideale Voraussetzungen für Wintersportler und Wanderer. Die Parkplätze und auch die Stadt Winterberg selbst waren knackevoll. Nicht nur Wintersportler waren unterwegs, auch viele Leute, die relaxen und bummeln wollen.Es gibt Wartelisten für kurzentschlossene Urlauber, als Ausweichquartiere für die Wintersportler sind Unterkünfte in Brilon, Olsberg und bis hin in den Raum Arnsberg gefragt.

Loipen für Langläufer sind noch nicht gespurt; dazu hat der Schneefall noch nicht gereich; das dürfte sich in den kommenden Tagen ändern. Und bei den erwarteten Minusgraden werden die Schneekanonen wohl dauerhaft brummen.

367 Unfälle in NRW

Der Winter-Einzug am Samstag verlief zunächst weniger erfreulich: Auf vereisten und schneeglatten Straßen krachte es landesweit von Samstagmorgen bis Sonntagfrüh 367 Mal. Dabei wurden 38 Menschen verletzt. Ein 23-Jähriger prallte am Sonntagmorgen auf glatter Straße bei Monheim mit seinem Auto gegen einen Baum und starb im Krankenhaus.

In Neuss fuhr eine S-Bahn am Samstag gegen einen umgestürzten Baum. Hierbei wurde niemand verletzt. Die Leverkusener Rheinbrücke der A 1 musste am Samstag für eine Viertelstunde gesperrt werden, weil gefährliche Eiszapfen an den Drahtseilen der Brücke beseitigt werden mussten. Auch im Sauer- und Siegerland kam es zu vielen Unfällen.

Am Sonntagnachmittag kam es auf der B 480 zwischen Olsberg-Assinghausen und Olsberg-Wiemeringhausen zu einem Unfall mit fünf Verletzten. Weil das die Hauptstrecke von der Autobahn nach Winterberg ist, musste der Rückreiseverkehr über Nebenstrecken umgeleitet werden. Ein Hubschrauber und vier Rettungswagen waren im Einsatz.