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Dampfmaschine in Alme ist für die Ewigkeit gebaut

26.07.2012 | 17:50 Uhr
Dampfmaschine in Alme ist für die Ewigkeit gebaut
Rüdiger Sürig, Andrea Adams und Roger M. Waller (v.l.) begutachten die alte Dampfmaschine im Sägewerk Runge in Alme. Foto: Bernd Sangermann/WP

Alme.   Der Schweizer Roger M. Waller ist „der“ Fachmann für alte Dampfmaschinen. Er reist in der ganzen Welt herum, um Maschinen zu prüfen. Für einen Tag kam er nach Alme, um das Lokomobil im Sägewerk Runge in Alme zu begutachten. Das Ergebnis: Die alte Dame scheint für die Ewigkeit gemacht zu sein.

Er ist „der“ Fachmann für alte Dampfmaschinen. Kaum ein in die Jahre gekommenes Schätzchen im In- und Ausland, das der Schweizer Roger M. Waller (60) noch nicht auf Herz und Nieren geprüft hat. Für einen Tag reiste der Maschinen-Ingenieur jetzt ins Sauerland, um das Lokomobil aus den 50-er Jahren im Sägewerk Runge in Alme zu begutachten. Und der Dampfmaschinen-Experte war völlig begeistert.

„Die alte Dame ist in einem sehr guten Zustand“, lautet seine Diagnose. „Man merkt, dass diese Dampfmaschine auch in dritter Generation immer noch hervorragend gepflegt wird. Die Anlage kann noch Jahrzehnte problemlos laufen. Und selbst wenn mal etwas kaputt geht, ist das kein großes Problem. Hier besteht alles aus Stahl und Metall und kann im Vergleich etwa zur Elektronik selbst und vor allem kostengünstig repariert werden. Zudem wird die Anlage regelmäßig vom TÜV kontrolliert. So eine Maschine ist für die Ewigkeit gebaut.“

Ein weiterer Vorteil gerade der Anlage in Alme sei, dass alles fußläufig zu ereichen sei. „Hier muss nichts transportiert werden. Die im Sägewerk anfallenden Holzabfälle werden an Ort und Stelle umweltfreundlich in die Maschine verfeuert. Diese sorgt später für Strom und Wärme im Freibad und in der Gemeindehalle. Besser geht es eigentlich gar nicht.“

Für den Förderverein Freibad Alme eine gute Nachricht und die Bestätigung, in Sachen Freibad auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Bekanntlich wird derzeit eine Fernwärmeleitung von der Dampfmaschine zum „Badcelona“ gelegt, um das Wasser dort quasi umsonst zu erwärmen. „Ich habe mir das Vorhaben von Rüdiger Sürig und Andrea Adams erläutern lassen. Ein engagiertes und durchdachtes Projekt, das mittels Dampfkraft und damit mit wirklich geringen Mitteln für optimale Bedingungen sorgt“, so das Fazit des Eidgenossen.

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