„Crazy Sixties“ begeistern das Narrenvolk

Scharfenberg..  Unter der Regentschaft von Prinz Kevin I. (Bange) und dem Motto „Meine Liebe – Mein Dorf – Mein Verein“ stieg am Samstagabend in der Schützenhalle der absolute Höhepunkt des närrischen Treibens im Besenbinderdorf.

Was hinter diesem Motto steckt, erfuhr das Narrenvolk spätestens nach dem Einzug des Tambourcorps „Unitas“, das in diesem Jahr bereits zum 39. Mal für die Ausrichtung der Scharfenberger Kappensitzung verantwortlich zeichnete.

Und was es stolz zu präsentieren gab, machten die Mitglieder der Juniorengarde, die Scharfenberger Fegebesen, gleich zum Auftakt deutlich: ein Programm, in dem tänzerischen Beiträge stets einen hohen Stellenwert haben.

Waschweiber nehmen Dorf aufs Korn

Doch bevor es soweit war, stellte sich Prinz Kevin I., der auch König der St. Josef-Schützenbruderschaft ist, dem hohen Narrenhaus in einer launischen Ansprache vor. Nach einem flotten Marsch der grünen Funkengarde und dem Gardetanz der „Fegebesen“ ging es Schlag auf Schlag und das Stimmungsbarometer kletterte nicht zuletzt dank einer gut aufgelegten Band „Headline“.

Anschließend hatte auch Stammtischbruder Christian Hohmann die Lacher auf seiner Seite und die vier Scharfenberger Waschweiber nahmen in Wort und Gesang das Dorfgeschehen aufs Korn. Da musste sich so mancher Gast warm anziehen. Zwischendurch gab’s zudem etwas fürs Auge, serviert von den „Crazy Sixties“, die sich in der bunten Zirkuswelt tummelten. Ihr Auftritt bildete auch für die zahlreichen auswärtigen Gäste im Saal ein Highlight der Kappensitzung. Kaum zu glauben, dass diese Damen ihre Tanzschuhe nach 19 Jahren (in den verschiedensten Formationen) an den Nagel hängen wollen. Der karnevalistische Exportartikel des Dorfes solle sich das doch noch einmal überlegen, gab Sitzungspräsident Björn Funke unter tosendem Beifall zu bedenken.

Reise in den Orient

Zudem wagte die Gruppe „Satisfaction“, die es auch schon seit zehn Jahren gibt, einen Ausflug in die Welt von „1000 und einer Nacht“. Während die Damen mit viel Elan und Power zu einer tänzerischen Reise in den Orient einluden, begnügte sich das Männerballett mit einem Rückblick auf die „90er Jahre“.

Auch wenn man figurmäßig wenig Ähnlichkeit mit den Models von einst hatte, waren die Burschen dennoch ganz schön gelenkig.