CDU büßt in Hochburg Hallenberg 14,7 Prozent ein
09.05.2010 | 22:03 Uhr 2010-05-09T22:03:00+0200
Altkreis. Die CDU hat im Altkreis Prügel bezogen. Erdrutschartige 12,3 Prozent büßte sie bei den Zweitstimmen ein. CDU-Abgeordneter Hubert Kleff hat seinen Wahlkreis zwar mit 53,4 Prozent gewonnen. Aber auch er bekam 6,7 Prozent weniger Stimmen als vor fünf Jahren.
Die größten Zuwächse verbuchten die Grünen mit plus 4,1 Prozent.
„Jeder Prozentpunkt ist bitter”, meinte Kleff zu dem Ergebnis. Im Vergleich zum Landestrend sei er jedoch noch gut weggekommen, denn: „In Ostwestfalen sind alle meine Kollegen auf der Strecke geblieben.” Die CDU-Verluste seien weniger der Landesregierung als der Landespartei anzulasten. Affären wie die um den Ex-Generalsekretär Wüst hätten den Wähler vergrault. Zu denken gibt ihm die sinkende Wahlbeteiligung. Sie lag kreisweit bei 61,2 Prozent (2005: 67,3). In seinem Heimatdorf Wulmeringhausen legte Kleff nochmal um 2,7 Prozent zu. Die CDU verlor aber auch hier: 12,5 Prozent.
SPD-Kandidat Dr. Karsten Rudolph sagte: „Ich bin überglücklich, dass ich nach 27 Prozent vor fünf Jahren jetzt über 30 Prozent gekommen bin. Das ist ein sehr ordentliches Ergebnis. Und es gibt noch einen Grund glücklich zu sein: Nach nur fünf Jahren ist Schwarz-Gelb vom Wähler abgewählt worden. Mein Wunsch wäre es jetzt, dass wir mit den Grünen die Regierungsarbeit übernehmen.”
In seinem heimischen Ortsverein Brilon hat Rudolph in zwei Wahlbezirken die Mehrheit erhalten: in den beiden SPD-Hochburgen Hoppecke und Altenbrilon. Hier hat die SPD bei Erst- und Zweitstimmen die Nase vorn. Eine - wenn auch nur mit sechs Stimmen Unterschied - knappe Mehrheit erhielt die SPD bei den Zweitstimmen in Gudenhagen/Petersborn. Achtungserfolge erzielte Die Linke in einigen Briloner Bezirken.
In Hallenberg, Hochburg der Christdemokraten, bekam Hubert Kleff 8,3 Prozent weniger Stimmen als vor fünf Jahren. In Brilon büßte er 7,7, in Marsberg 8,2, in Medebach 4,1, in Olsberg 4,8 und in Winterberg 6,7 Prozent ein.
Legt man das Ergebnis von 2005 als Vergleich für die Zweitstimme zugrunde, so verlor die CDU in der Nuhnestadt 14,7 Prozent, in Brilon 12,9, in Marsberg 13, in Olsberg 12,8 und in Winterberg 13,6 Prozent.
Genauere Ergsbnisse gibt es hier.
07:02
Hehehe... die arme CDU. So langsam sind die guten alten Werte :-) auf dem Abstieg. Schützenfest, Junggesellenverein, Heimatverein, Frauenverein und Männerchor und der gute alte Frühschoppen.
Ne, im Ernst: An diesen Dingen ist ja erstmal nix schlechtes. Aber es wächst eine neue sauerländer Generation heran, die halt auch mal Die Grünen wählt, auch wenn es der Hauptmann bei der Freiwilligen Feuerwehr und Opa nicht tun. Und das ist auch gut so...
Weiter so Sauerland... Steckt doch noch mehr drin als ich dachte!!!
10:42
Mucki
wenn die Wurzeln und Werte die sind, die von van Dinther, Wüst und Rüttgers und Co vor gelebt werden dann armes Sauerland.
09:07
Der Sauerländer ist seiner Heimat stark verwurzelt und seine Werte spiegeln sich mit denen der CDU. Er wird deshalb weiterhin sein Wahlverhalten nicht komplett umwerfen, woll...
08:56
Tja, die Zeiten in denen man als Sauerländer zwingend die CDU wählt, weils ja jeder macht und man christlich rüberkommen will ( man rennt ja jeden Sonntag in die Kirche und danach zum Frühschoppen), sind wohl vorbei, woll?