Campingplatz weckt große Erwartungen
26.10.2007 | 20:02 Uhr 2007-10-26T20:02:26+0200Brilon. (wi) Die Stadt arbeitet an einem neuen Beschilderungskonzept. Bald ist es fertig. Es soll das modernste und innovativste System sein, das es in Deutschland gibt. Ähnliche Schilder stehen bereits in Winterberg, Schmallenberg, und in Teilen von Bad
Bis April/Mai kommenden Jahres sollen die neuen Tafeln stehen. Über den aktuellen Stand des Projekts informierten Wilfried Stockebrand und Rüdiger Strenger von der Brilon Wirtschaft und Touristik (BWT).
An 220 Kreuzungsstandorten soll übersichtlich und wandererfreundlich auf "Nah- und Fernziele" hingewiesen werden. Auf welchen Wegen man dorthin kommt, dazu gibt es die gewohnten SGV-Markierungen.
"Das Wegenetz im Stadtgebiet Brilon wurde auf 450 Kilometer und damit auf etwa die Hälfte reduziert. Mitunter gab es drei oder vier Wegvarianten, die zum selben Ziel, aber über landschaftlich uninteressante oder asphaltierte Strecken führten. Wir haben nun die attraktivste Route ausgewählt", verspricht Wilfried Stockebrand.
Der Wandertourismus ist nach wie vor ein wichtiges Standbein im Fremdenverkehr. "Der Herbst war gut, konnte aber den miesen Sommer nicht komplett rausreißen", bringt es Rüdiger Strenger auf den Punkt. Nach der Aufarbeitung der Kyrill-Schäden sind fast 95 Prozent aller Wanderwege wieder begehbar.
Der Rothaarsteig bleibt zwischen dem Info-Center Bruchhauser Steine und dem Oberen Burbecker Platz südlich des Langenbergs in den nächsten Wochen weiter gesperrt. Dicht bleibt auch der Kammweg über den Ginsterkopf. Die Normaltrasse von Brilon zur Feuereiche ist aber weiter begehbar.
Außerdem kann es immer wieder durch Holzabfuhr zu Beeinträchtigungen kommen. Aktuelle Infos gibt es bei der BWT, Tel: 96990.
Große Erwartungen setzen die Briloner Touristikfachleute in den geplanten Campingplatz entlang der Hoppecker Straße gegenüber dem Golfplatz. Nach den jetzigen Planungen mit 350 Stellplätzen und 50 Ferienhäusern sei mit einer Zunahme der Übernachtungen um 100 000 pro Jahr zu rechnen. Das wäre ein Plus von 40 Prozent.
Das hätte auch Auswirkungen auf andere Wirtschaftszweige. "Wir können nur hoffen, dass der Campingplatz schnell kommt. Auf Messen werden wir immer wieder auf dieses Angebot angesprochen. Wir glauben auch, dass eine solche Einrichtung im Winter zieht", so Strenger.
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