Bundesjugendspiele

Meinen alljährlichen Kampf bei den Sommer-Bundesjugendspielen um ein paar Zehntel im Sprinten hatte ich ja kürzlich hier beschrieben. Ich erinnere mich immer noch sehr gut an die imaginären wilden Tiere, die ich mir auf der Jagd nach mir als Zwischenmahlzeit vorstellte, um schneller zu sein. Oder den erschütterten Blick meines Lehrers angesichts meines Bemühens, mir die schwere Kugel beim Kugelstoßen nicht direkt auf die Füße fallen zu lassen.

Stufenbarren, Schwebebalken und Reck bei den Winterspielen lösen bei mir bis heute Schnappatmung und Schwindelgefühle aus. Die erste Ehrenurkunde habe ich vor zwei Wochen in Händen gehalten – von meiner Tochter, die sportlich eindeutig nicht nach mir kommt.

Meine Eltern hätten mir aufgrund solcher destruktiver Gedanken allerdings die Ohren langgezogen, statt eine Petition zu starten. An Physik und Französisch war schließlich auch nicht zu rütteln. Aus mir ist trotzdem kein völlig gebrochener Mensch geworden. Und als Erwachsene habe ich dann mal Nena im Halbmarathon geschlagen. Ganz alleine, ohne Mamas mediale Unterstützung. Geht doch!