Bürgerwiese als Treffpunkt der Generationen

Das Projektteam Bürgerwiese der Bürgerhilfe Marsberg stellt den Umsetzungsprozess der „Büwi" vor und hofft auf viele Mitwirkende.
Das Projektteam Bürgerwiese der Bürgerhilfe Marsberg stellt den Umsetzungsprozess der „Büwi" vor und hofft auf viele Mitwirkende.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Bürgerhilfe Marsberg hat das Projekt angestoßen und vorgestellt. Dabei wurde eines klar: Da ist jede Menge ehrenamtliche Unterstützung nötig.

Marsberg..  Die Sonne scheint. Kinder balancieren auf einem Baumstamm-Mikado. Senioren bewegen überdimensionale Schachfiguren auf einem riesigen Schachbrett. Jugendliche werfen den Ball über ein Netz oder spielen Fußball. Wanderer ruhen sich auf den Holzliegen aus. So könnte sich das Leben auf der Bürgerwiese Marsberg gestalten.

Eine Bürgerwiese soll als Generationentreffpunkt auf dem ehemaligen Freibadgelände in Marsberg entstehen. Eine Bürgerwiese von Bürgern für Bürger konzipiert und gebaut: Eine Idee der Bürgerhilfe Marsberg, die langsam ins Rollen gerät.

„Unsere 150 Mitglieder stehen hinter dem Projekt“, begrüßte Gerlind Ulrich, Vorsitzende der Bürgerhilfe, und das Projekt-Team die rund 80 Bürger zur Auftakt- und Infoveranstaltung der „Büwi“ in der Tenne, darunter auch Bürgermeister Klaus Hülsenbeck, der stellvertretende Bürgermeister und Planungsausschuss-Vorsitzende Johannes Wüllner und weitere Mitglieder aus Rat und Verwaltung.

Anlage bei jeder Witterung nutzen

Die Bürgerwiese soll ein Treffpunkt werden für Jung und Alt bei gutem und schlechtem Wetter, wo Kinder und Erwachsene sich treffen, ausruhen oder spielen können. „Wir wollen jetzt Ideen aufnehmen, was ist jeder Generation wichtig“, stieg Shirley Kosten vom Projektteam in die Vorstellung des Umsetzungsprozesses ein.

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Ins Umsetzungsboot hat sich die Bürgerhilfe die Ideenwerkstatt Lebens(t)raum e. V. aus Bielefeld geholt. Seit 16 Jahren begleitet die Ideenwerkstatt die Neugestaltung von naturnahen Außengeländen für Schulen oder Kommunen als Beteiligungsprozess von der Idee bis zur Durchführung. Markus Brand und Vera Westerwinter, beides Landschaftsarchitekten, stellten per Fotoschau ein Musterprojekt vor. Ein Baustein, ohne dem nichts geht: die Menschen, die sich einbringen und mitmachen. Zunächst in die Planung und die Erarbeitung eines Modells, bei dem Möglichkeiten und Wünsche ausgetauscht werden.

Aus einer Lösungsskizze wird ein Freiraumkonzept erarbeitet mit Kostenaufstellung, wenn ein Fachunternehmen beteiligt wird, oder wie durch Eigenleistung eingespart werden kann.

In mehreren Bauabschnitten wird das Konzept umgesetzt. Da ist Arbeitskraft und -willen von Nöten. Männer, Frauen, Kinder, Bürger jeden Alters und jeder Fähigkeit sind gefragt und können sich einbringen „Sie werden sehen, es macht Spaß. Ich garantiere Ihnen: Sie gehen nach dem Arbeitseinsatz glücklich nach Hause.“ Bei den Einsätzen am Wochenende wird vieles selber gestaltet, u. a. Wege angelegt, Tische und Bänke gebaut oder Hügel aufgeworfen, je nach Plan.

Gestaltung ist ein „offener Prozess“

Die Landschaftsarchitekten setzten bei der Gestaltung von Bänken oder Spielgeräten auf die Verwendung von heimischer Eiche. Die Stämme werden beispielsweise vor Ort geschält und eingebaut. Daraus entstehen kann ein Baumstamm-Mikado. Oder eine überdimensionale Hollywoodschaukel, schlug ein Teilnehmer vor, oder ein Baumhaus, der nächste.

„Alles ist möglich. Die Umgestaltung der Bürgerwiese ist ein offener Prozess“, so Markus Brand. Die Stadt stellt das ehemalige Freibad-Gelände dazu innenstadtnah zur Verfügung. „Wir stehen voll hinter dem Projekt“, versprach Bürgermeister Hülsenbeck Unterstützung seitens des Bauamtes. Aber finanziell sei nichts zu machen. Die Bürgerhilfe ist also auf Spenden und Hilfe jeglicher Art angewiesen. Da kam der Spendenscheck der Sparkasse Paderborn-Detmold, Filiale Marsberg, gerade recht. 350 Euro, der Erlös aus der Tombola des Firmen-Fußballturniers, übergab Filialleiter Seemer an die Bürgerhilfe.