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Bürger machen sich für Bad stark

23.09.2012 | 18:17 Uhr
Bürger machen sich für Bad stark
Viele Bürger waren nfoveranstaltung „Rettet das Burghofschwimmbad" gekommen.Foto: Dülme

Marsberg. „Hallo zusammen. Ich bin begeistert“, begrüßte Antonius Bigge, Geschäftsführer vom Schwimmverein Marsberg die vielen Bürger zur Infoveranstaltung „Rettet das Burghofschwimmbad“. Rund 170 Männer und Frauen, junge und alte, Schwimmer, Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Marsberg und Nichtschwimmer, Kinder, Jugendliche, Mitglieder des Versehrten- und Behindertensportgemeinschaft waren gekommen. In der Tenne des Deutschen Hauses war am Freitagabend kein Millimeter Platz mehr frei. Selbst der Eingangsflur stand voll. Am Podium stellten sich die Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, Maria Lindemann, und die Fraktionsvorsitzenden der Ratsfraktionen, Franz-Josef Weiffen (MBG), Eberhard Banneyer (CDU) und Peter Prümper (SPD) den Fragen der Bürger. Die Moderation hatte Jan Stoop, Präsidium des Stadtsportverbandes Marsberg, übernommen.

Wie berichtet, hatten Anfang September der SV Marsberg, DLRG und Behindertensportgemeinschaft durch die WP erfahren, dass das Lehrschwimmbecken am Burghof zum Schuljahresende 2013/2014 geschlossen werden soll. Die Stadt nimmt am Stärkungspakt Stadtfinanzen des Landes teil, erhält einen Zuschuss von sechs Mio. Euro, hat im Gegenzug jährlich 1,4 Mio. Euro einzusparen und hofft, in zehn Jahren auf stabilen Beinen stehen.

Die Facebookgruppe „Rettet das Burghofschwimmbad“ hatte in Kürze 1600 Mitglieder. Eine Unterschriftenliste mit 1800 Unterschriften zum Erhalt des Lehrschwimmbeckens soll dem Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag übergeben werden. Denn dann steht die Verabschiedung des Sparpakets an. Die um ihre Existenz fürchtenden Vereine wollen dem Stadtrat eine Resolution überreichen, die ihn veranlassen soll, die Ad-hoc-Schließung des Bades zu überdenken, um Zeit zu gewinnen, damit Alternativen für eine Weiterführung des Lehrschwimmbeckens entwickelt werden können.

Die Stadt will die jährlichen Unterhaltungskosten von rund 54000 Euro einsparen. Investitionskosten von 94000 Euro für Lüftung, Regeltechnik, Warmwasseraufbereitung und Heizungsanlage stehen an.

Maria Lindemann, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters: „Wenn alternative Finanzierung möglich ist, können wir in Härtefällen die Sparmaßnahmen austauschen. Wichtig ist, dass im Jahr 1,4 Mio. Euro eingespart werden.“ Wegen der Kürze der Zeit hätten die Schließungspläne nicht mit den betroffenen Vereinen besprochen werden können, verdeutlichte Franz-Josef Weiffen, Vorsitzender der MBG und Vorsitzender des Sportausschusses. Erst vor vier Wochen sei die Teilnahme am Stärkungspakt zugesagt worden. Zum 30. September, müsse das Sparpaket der Bezirksregierung und der Gemeindeaufsicht vorgelegt werden, „sonst sind wir raus und müssen zusätzlich auch noch den verpassten Zuschuss von sechs Mio. Euro einsparen.“ Die Vorschläge, die Trainingsstunden und das Schulschwimmen ins Hallenbad Diemeltal zu verlegen, sind für die Vereine nicht tragbar. ad

Kommentare
24.09.2012
16:36
Bürger machen sich für Bad stark
von L.eric-fotoart.com | #1

klar machen sie sich stark . . .
schon 2011 war sparen angesagt, da hat der bürgermeister doch wohl das rathaus "renoviert" und speziell sein büro . ....
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2012-09-23 18:17
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