Bühne frei für „Die hölzerne Jungfrau“

Hallenberg..  Wenn das Sommertheater auf der Freilichtbühne Winterpause hat, ist die Freilichtbühnenjugend besonders aktiv. Seit den 1960-er Jahren füllt sie diese spielfreie Zeit regelmäßig mit Aufführungen von Komödien und Schwänken auf der Innenbühne. Im vergangenen Winter fiel das Winterstück allerdings dem Rathausbrand zum Opfer, weil es die Stadtverwaltung vorübergehend in die Stadthalle verschlagen hatte. Nun heißt es aber wieder: „Bühne frei!“ Unter der Regie von Volker Gehrisch laufen die Proben für das Winterstück „Die hölzerne Jungfrau“. Und es zeichnet sich schon ab: Die „Dame“ wird für Wirbel sorgen in einem turbulenten Lustspiel, Lachvergnügen ist garantiert.

Weiberfeind erster Güte

Worum geht es? Ein kleines Dorf in Bayern: Bauunternehmer Hannes Kirschner, Vorsitzender des örtlichen Trachtenvereins, plant mit seinen Vorstandskollegen die Teilnahme am großen Trachtenumzug. Ein historischer Hochzeitszug soll es sein. Damit dieser möglichst echt aussieht, sollen die Darsteller des Brautpaars auch wirkliche Brautleute sein. Die Rolle des Bräutigams hat er auch schon besetzt, und zwar mit seinem Sohn Matthias, der sich nun endlich eine Frau suchen soll! Matthias jedoch entpuppt sich als Weiberfeind erster Güte. Die Lage eskaliert, als sich eine Schneiderin aus der Stadt für einige Tage auf dem Hof einquartiert. Sie soll die Trachtenkleider für den Umzug anfertigen. Dazu hat sie eine hölzerne Schaufensterpuppe für Ankleidezwecke im Gepäck. Doch diese „hölzerne Jungfrau“ macht nicht nur die Männer des Dorfes, sondern auch ihre Frauen verrückt. Ein amüsantes und aktionsreiches Spiel um Ehemänner unterm Pantoffel, liebeskranke Dorfbewohner und herrschsüchtige Ehefrauen nimmt seinen Lauf.