Buch aus dem Jahr 1988 als Grundlage

Die Aktion Stolpersteine findet in Brilon noch vor ihrer Umsetzung Unterstützer. Der Demokratischen Initiative um Dr. Hans-Günther Bracht war das Thema schon lange ein Anliegen. Im März 2014 signalisierte die Initiative in einem Schreiben an den Bürgermeister die Bereitschaft, zehn Stolpersteine zu finanzieren. Die Aufarbeitung dieses Kapitels sei wichtig, denn noch in den 50er Jahren hätte sich die Stadt bei Wiedergutmachungsanträgen von Angehörigen in Sachen Verfolgung, Deportation und Ermordung dieser Männer, Frauen und Kinder sehr unsensibel verhalten, heißt es in dem Schreiben.

Die Initiative beantragt damals außerdem u.a., dass über das Stadtarchiv eine Liste mit den spezifischen Daten der Ermordeten erstellen werde und die Erkenntnisse auch im Stadtmuseum integriert werden sollen.

Grundlage für die Standorte der Stolpersteine ist übrigens das 158 Seiten starke Buch „Juden in Brilon zur Zeit des Nationalsozialismus“, das u.a. Dr. Bracht und Prof. Dr. Sigrid Blömeke 1988 im Namen der Demokratischen Initiative herausgegeben haben.