Briloner Firmen erfüllen Stufe 2 beim „Oscar des Mittelstandes“

Brilon/Leipzig..  Die Briloner Unternehmen Egger Holzwerkstoffe und Blechprofi Voss (Madfeld) haben beim bundesweiten Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ als zwei von 815 aus über 5000 nominierten Unternehmen die Kriterien erfüllt und damit die 2. Stufe des Wettbewerbs, die Juryliste, erreicht. Sie gehören zu den 112 besten mittelständischen Unternehmen in NRW, die mit Flexibilität, Mut und Ideenreichtum Arbeitsplätze schaffen und sichern. Neben ihnen haben zwei weitere Betriebe aus dem HSK diese Stufe erreicht: Dentaltechnik Hamm in Meschede und Paul Köster in Medebach.

Umfangreiche Dokumentation

Die Auszeichnung für das Erreichen der 2. Wettbewerbsstufe überreichte Mittelstandsvertreter Christoph Kloke im Namen der ausrichtenden Oskar–Patzelt Stiftung (Leipzig). Er ist der Verbandsbeauftragte für den Hochsauerlandkreis, Rüthen und Warstein des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Um überhaupt dieses Ranking zu erreichen, ist ein stetiger und aufwendiger Prozess nebst umfangreicher Dokumentation erforderlich. Die Firma Egger präsentierte beim Übergabetermin eine Holzbox, in der Ordner mit mehr als 700 Seiten dies anschaulich belegen. „Wir sind selber erstaunt, was wir so alles unternehmen, um uns als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und die Region zu stärken“, freute sich das Egger-Team. Gefragt nach dem Aufwand in Stunden, konnte Geschäftsführer Martin Ansorge keine konkrete Antwort geben.

„Das haben wir nicht nachgehalten, aber hätte dies nur ein Mitarbeiter erledigen müssen, wäre dieser für sehr viele Tage nur damit beschäftigt gewesen.“

Auch bei den Blechprofis in Madfeld erinnerte sich Geschäftsführerin Petra Kleine an das aufwendige Verfahren. „Es war zwar viel Arbeit, aber durch die hohen Anforderungen wird auch gezeigt, dass der Preis nicht verschenkt wird.“ Deutschlandweit gilt der Preis als „Oskar des Mittelstands“.

Ehre und Anerkennung

Dabei sind die Preise nicht dotiert. Es geht für die Unternehmen um Ehre und öffentliche Anerkennung – ohne finanzielle Anreize. Schon die Nominierung stellt eine besondere Auszeichnung dar. An den Nominierungen beteiligten sich Ministerien, Bundesverbände, Kammern, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Vereine, Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie produzierende Unternehmen.

Unter den nominierten Firmen sind sowohl Newcomer, die erst in den vergangenen fünf Jahren gegründet wurden, als auch über 150 Jahre alte Unternehmen, die bereits zahlreiche Krisen, Währungsreformen und sogar Kriege überstanden haben.