Brilon packt die Gestaltung der Kreisverkehr an

So könnte die Stahl-Parabel auf dem Kreisverkehr von Möhnestraße/Ostring aussehen. Rechts ist McDonald’s.
So könnte die Stahl-Parabel auf dem Kreisverkehr von Möhnestraße/Ostring aussehen. Rechts ist McDonald’s.
Foto: Nolte
Ein kühner Bogen wie beim Burger-Bräter gegenüber soll den Kreisel an Möhnestraße/Ostring zieren. Das Modell ist bereits fertig.

Brilon..  Die „Golden Arches“ erhalten ein rotes Pendant: Der Kreisverkehr am Ostring soll mit einem großen, rund 11 Meter hohen stählernen Bogen versehen werden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt: Die Parabel ähnelt frappierend dem McDonald’s-Logo vis-à-vis. Der Burger-Bräter hat hier allerdings nicht seine Finger im Spiel. Sponsor ist vielmehr die Sparkasse.

Und auch für den neuen Kreisverkehr am Amtsgericht gibt es Überlegungen zur Gestaltung. Dabei soll allerdings der Bürger mitsprechen. Der Bau- und Planungsausschuss beschäftigte sich Mittwochabend mit dem Thema.

In der Sitzung zu Gast: Stadtbaumeister a.D. Johannes Nolte. Er hatte die Gestaltung der innerstädtischen Kreisverkehre in den Stil gestoßen. Und auch einen Sponsor gefunden: Nein, nicht, den Fastfood-Multi, sondern die Sparkasse Hochsauerland. Bereits kurz nach Fertigstellung des Ostring-Rondells im Herbst 2009 habe man „auf dem Weihnachtsmarkt“ (Nolte) in lockerer Runde über die Gestaltung des Kreisels geredet. Dabei sei die Idee geboren worden, den Madfelder Bildhauer Boris Sprenger um Vorschläge zu bitten.

Bürger-Mitwirkung am Amtsgerichts-Kreisel

Dabei seien vor allem die Vorgaben von Straßen NRW bezüglich der Verkehrssicherheit und Unfallgefahr zu beachten gewesen. Dazu habe, so Nolte, der Aufprallschutz ebenso gehört wie der Aspekt, dass eine Skulptur die Autofahrer nicht ablenken dürfe.

Herausgekommen ist also der Bogen. In einem ersten Entwurf hatte Boris Sprenger ein loxogonal - also in sich verzogenes - und verschweißtes Kastenwerk aus rostbraunem Cortenstahl kreiert. Das, so Johannes Nolte, sei allerdings zum einen vom Material zu teuer und von der Fertigung zu aufwändig gewesen.

Jetzt soll das Bauwerk auf 15 mm dickem Flachstahl hergestellt werden. Die Fa. BMS hat bereits ein Modell im Maßstab 1:4 angefertigt. Der Bogen ist am Boden rund 60 cm breit und verjüngt sich zum Zenit hin. An einer Seite erhält die Skulptur - wie bei einem T-Träger - ein Querprofil. Auf der von Nolte vorgelegten Fotomontage war der Bogen in Rot gehalten. Was Jürgen Kürmann von der CDU zu der Bemerkung veranlasste, ob man das nicht auch in Schwarz machen könne. Gerade am Eingang zur Stadt, so Nolte, sollte das Auge „einen Fixpunkt“ erhalten. Dass die Ansichten über die Gestaltung sicher auseinander gehen dürften, warf Karin Bange (CDU) ein: „Allen kann man es sowieso nicht recht machen.“

Vier Varianten zur Diskussion

Beim Kreisverkehr am Amtsgericht sollen die Einwohner mitreden. Dafür, so Beigeordneter Reinhold Huxoll im Ausschuss, werde die Stadt ein Internet-Forum einrichten, auf dem sich die Einwohner äußern können. Die Stadt möchte vier Varianten - siehe Kasten - vorstellen und diskutieren lassen: Huxoll: „Dann wollen wir abwarten, wohin im Netz die Diskussion geht.“