Brilon kann ein neues Zuhause werden

Bei der ersten Nacht der Offenen Kirchen Pfingsten 2014 zeigten bunte Strahler die Stadtkirche in einem neuen Licht.
Bei der ersten Nacht der Offenen Kirchen Pfingsten 2014 zeigten bunte Strahler die Stadtkirche in einem neuen Licht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein kreatives Team bereitet die zweite Nacht der Offenen Kirche in der Ev. Stadtkirche in Brilon vor.

Brilon..  Heimat in der Fremde suchen viele Flüchtlinge in Deutschland und auch in Brilon. Heimat in der Fremde finden sie, wenn Menschen ihnen freundlich entgegenkommen und sie bei ihren ersten Schritten in der Fremde begleiten: der Bürgermeister, die Vertreter der Ämter, Bürger und Bürgerinnen als Integrationspaten und –patinnen. Brilon kann für viele ein neues Zuhause fern der Heimat werden. Das haben die Vertriebenen und Flüchtlinge erlebt, die in den vierziger und fünfzigerJahren aus dem Osten Deutschlands nach Brilon kamen. In Gudenhagen-Petersborn haben sie sich zum Beispiel mit Hilfe der Stadt angesiedelt. Glatzer Weg. Schlesier Platz, Sudetenstr., Königsberger Straße – die Adressen erinnern an die alte Heimat.

„Es ist möglich, ein neues Zuhause zu finden“, findet Pfarrer RainerMüller, der mit viel Elan und einem kreativen Team die zweite Nacht der Offenen Kirche in der Ev. Stadtkirche in Brilon vorbereitet.

Pfingstsonntag ist der ideale Termin für ein solches Fest. Denn Pfingsten feiert die Kirche, dass Menschen aus vielen Nationen sich verstehen und Gemeinden gründen. Deshalb lädt die Ev. Kirchengemeinde Brilon am Pfingstsonntag, 24. Mai, ab 18.45 Uhr zu einem vielsprachigen und klangvollen Abend in die Stadtkirche ein.

„Home – away from home - ein Fest der Völker“ steht über dem Abend. In Phasen wird das Thema entfaltet: „Abschied – Sehnsucht – Neuanfang und Heimischwerden – Heimat im Himmel“, so lauten die einzelnen Stationen, die musikalisch und literarisch von Brilonern, nationalen und internationalen Gästen entfaltet werden.

Künstler haben zugesagt

Zugesagt haben bereits Efrat Alony, israelische Jazzsängerin aus Berlin, zusammen mit Childo Thomas aus Mosambique, die polnische Sopranistin Anna Pehlken, die im Januar einen großen Eindruck bei der Lesung mit Barbara Auer und Werner Milstein zum Todestag von Matthias Claudius hinterließ, sowie das Immanuel-Quartett aus Leverkusen, der hiesige Bläserkreis unter der Leitung von Siegmar Paschkewitz und Susanne Lamotte mit dem Gitarristen Heinrich Bohnenkämper.

Cafe International

Rainer Müller: „Um 18.45 Uhr sollen afrikanischeTrommelklänge die Menschen in unsere Kirche locken. In den Pausen zwischen den einzelnen Phasen kann man jederzeit dazu kommen, kann an der Kirche mit anderen ins Gespräch kommen oder eine andere abendliche Gestaltung wählen.“

Um 17 Uhr feiert das Cafe International seinen ersten Geburtstag zwischen Stadtkirche und Ev. Gemeindezentrum.