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Konjunkturpaket

Brilon hat als einzige HSK-Kommune noch nichts eingereicht

11.08.2009 | 17:56 Uhr

Brilon. Unterschwellig klang fast ein Vorwurf durch, als die Bezirksregierung diese Tage in ihrer Pressemitteilung über die Vergabe der Konjunkturförderungsgelder eine Handvoll säumiger Kommunen aufzählte, von denen noch keine Anträge eingegangen seien.

Zu den insgesamt zehn Städten aus dem Regierungsbezirk, die sich bis dato noch nicht an dieser „Erfolgsstory” (Regierungspräsident Diegel) beteiligt hätten, gehört aus dem Hochsauerlandkreis als einzige Brilon.

Diegel ging „ganz fest davon aus, dass auch diese Kommunen in Kürze bei uns anklopfen”. Schließlich bräuchten „Handwerk und Industrie angesichts der größten Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahrzehnte” die Aufträge aus dem Fördertopf.

Dass die Briloner Unterlagen das Rathaus noch nicht verlassen haben, liegt an der Art der ausgesuchten Maßnahmen. Längst beschlossen hat - wie berichtet - der Rat die energetische Sanierung des Schulzentrums an der Jakobuslinde für rund 1,7 Mio Euro. Fördertechnisches Problem dabei: Die insgesamt 112 Klassen sollen der Effizienz wegen eine Innendämmung erhalten. Das, so Baudirektor Nolte, sei bei Gebäuden, die nicht rund um die Uhr genutzt werden, sinnvoll.

Außerdem jedoch benötigt das fast 40 Jahre alte Schulzentrum ein umfassende Betonsanierung. Hätte sich die Stadt für die zunächst ins Auge gefasste Außendämmung entschieden, wäre dies in einem Rutsch erledigt worden und kein Thema gewesen. Jetzt habe jedoch erst eine entsprechende Expertise eingeholt werden müssen.

Und was den Bereich der Infrastrastruktur-Förderung mit ihrem Volumen von 1,2 Mio Euro angeht, seien - so Nolte - „neue Anträge” an die Stadt herangetragen worden. Ursprünglich sollte das der Stadt Brilon zur Verfügung stehende Geld aus diesem Topf für die Sanierung diverser Wirtschaftswege und Brücken ausgegeben werden. Jetzt stehen die beiden Kunstrasenplätze in Alme und Brilon im Mittelpunkt. Rund 350 000 Euro kostet das pro Anlage. In Brilon soll der Ascheplatz an der Jakobuslinde umgestaltet werden.

Bei dem Almer Platz wird bei dem Umbau auch das enorme Gefälle von rund 1,60 Meter ausgeglichen.

Heinz-Jürgen Hendrichs

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