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Regionale 2013

Brilon greift nach dem dritten Stern

04.09.2012 | 17:57 Uhr
Brilon greift nach dem dritten Stern
Vorstellung der Regionale-Projekte im Briloner Rathaus: Bürgermeister Franz Schrewe, Stadtbaudirektor Johannes Nolte, Prof. Gerd Aufmkolk, Rüdiger Strenger (BWT) und Christian Willecke (Stadt Brilon).Foto: Jutta Klute

Brilon. Zwei Sterne hat die Stadt Brilon im Regionale-2013-Prozess bereits errungen. Jetzt geht es darum, ein detailliertes, realisierungsfähiges Konzept vorzulegen, um damit nach dem dritten Stern zu greifen. Er ist erforderlich, damit die Briloner Regionale-Projekte „Stadt-Wald-Leben“ dann auch tatsächlich umgesetzt werden können. Gestern haben die Verantwortlichen im Rathaus Brilon vorgestellt, welche Pläne und Ideen konkret dahinter stehen.

Bürgermeister Franz Schrewe, Stadtbaudirektor Johannes Nolte und BWT-Geschäftsführer Rüdiger Strenger machten bei der Präsentation deutlich, wie wichtig die geplanten Projekte für die Stadt Brilon, insbesondere für die Stärkung des Gesundheitstourismus seien. Landschaftsarchitekt Prof. Gerd Aufmkolk stellte vor, was konkret hinter dem Begriff „Stadt-Wald-Leben“ steckt. Das Gesamtprojekt umfasst fünf zentrale Bausteine, die an drei Orten (Kurpark, Bilstein, Brilon-Wald) realisiert werden sollen. Umgesetzt und mit Leben gefüllt werden sollen sie durch 12 Einzelprojekte.

Kurpark mit „Gesundheitshaus“

Ein Schauplatz ist der Kurpark und das obere Möhnetal. Er soll zu einer Anlaufstelle für den Gesundheitstourismus werden. Im SoVd-Gebäude soll künftig auch das „Haus des Gastes“ als „Gesundheitshaus“ angesiedelt werden. Im angrenzenden Kurpark soll ein Landschaftstherapeutischer Park entstehen. Vorgesehen ist u.a. die Umgestaltung und Aufwertung der Wasserflächen und die Einbeziehung von Grotten. Außerdem könnte der ehemalige Richterturm an der Sprungschanze wieder begehbar gemacht werden und einen weiten Blick ins Möhnetal bieten.

Pläne für Brilon-Wald

Zweiter Schauplatz ist Brilon Wald. Der Ort soll eine deutliche Aufwertung unter anderem durch Begrünungsmaßnahmen und die Umgestaltung des arg heruntergekommenen Bahnhofsbereichs erhalten. Auch hier sollen, so Prof. Aufmkolk, öffentliche und private Initiativen Hand in Hand gehen. In das denkmalgeschütze Bahnhofsgebäude sollen ein Hotel und eine Gaststätte einziehen. Auf einem stillgelegten Gleis soll ein Schlafwagenzug als ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit installiert werden.

Bilstein: Ein- und Ausblicke

Schauplatz Nummer drei ist der Bilstein. Hier hat Kyrill besonders stark die Landschaft verändert. Hier soll Besuchern künftig ein weiter Blick in die Landschaft und gleichzeitig ein tiefer Blick in die geologischen Besonderheiten geboten werden. Geplant sind hier ein Themenweg „Wald“ und ein Themenweg „Geologischer Sprung“, der aufzeigt, dass hier die Kalk- und Diabas-Steinbrüche praktisch nur einen Sprung voneinander entfernt liegen. Außerdem könnten hier eine Aussichtskanzel und Mountainbike-Strecken entstehen.

Der Rat der Stadt wird am 17. September in einer Sonderratssitzung über die Regionale-Projekte beraten. Dann sollen auch die genauen Kosten, die die Stadt als Eigenanteil aufbringen muss, vorliegen.

Am Sonntag, 16. September, haben alle Bürger Gelegenheit, sich ausführlich über die Regionale-Projekte zu informieren, mit den Experten zu diskutieren und Fragen zu stellen. Wer also Näheres dazu wissen möchte, was hinter „Stadt - Wald-Leben“ steckt, ist von 11 bis 17 Uhr in den Veranstaltungs-Saal „Panoramablick“ im Haus am Kurpark/SoVD eingeladen. Eröffnet wird die Präsentation um 11.30 Uhr durch Bürgermeister Schrewe. Anschließend wird Prof Aufmkolk die Projekte vorstellen. Weitere Präsentationen finden um 13.30 Uhr und um 15.30 Uhr statt. Projektspaziergänge zum Landschaftstherapeutischen Park werden um 14 Uhr und um 16 Uhr angeboten.

Nach der Ratsentscheidung soll im Oktober der Antrag gestellt werden. Der Startschuss für die Umsetzung könnte dann nach Vergabe des 3. Sternes im Jahr 2013 fallen.

Von Jutta Klute


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