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Unfall

Bei Unfall Brems- und Gaspedal verwechselt

13.06.2012 | 18:52 Uhr
Bei Unfall Brems- und Gaspedal verwechselt
Rund 100000 Euro Schaden entstand bei dem Unfall an diesem SLK AMG Mercedes. Foto: Feuerwehr

Olsberg.   Bei dem Unfall, bei dem ein Pkw von einem Zug erfasst wurde, hat der Fahrer des Wagens offenbar Brems- und Gaspedal verwechselt. Durch einen „Kommunikationsfehler“ wurde der Zug nicht gebremst und der Wagen stand 20 Minuten auf den Gleisen, bevor der Zug ihn erfasste.

Die Frage, wieso Montagnachmittag ein Pkw am Parkplatz des Berufskollegs Olsberg den Zaun zu den Bahngleisen durchbrach, scheint geklärt. Die Frage, warum es 23 Minuten später zu dem Unfall mit dem Zug kam, nicht.

Der Fahrer habe offenbar Brems- und Gaspedal verwechselt, sagt die für die Bahn zuständige Bundespolizei in Dortmund. Das ist besonders bei diesem Wagentyp fatal. Handelte es sich doch um ein nur wenige Wochen altes Mercedes SLK 55 AMG-Coupe im Wert von rund 110 000 Euro. Die haben wenigstens 422 PS unter der Haube. Beschleunigung: 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Zwangsbremsung durch Magnete

Um 15.06 Uhr sei die Meldung von dem Malheur mit dem Pkw an Polizei und Feuerwehr gegangen, so die Bundespolizei. Warum der um 15.29 Uhr aus Bestwig in den Olsberger Bahnhof einrollende Regionalexpress nicht gestoppt worden war, ist völlig schleierhaft. Die Notfallleitstelle der Bundesbahn in Essen habe eine Zwangsbremsung ausgelöst, so ein Bahnsprecher. Die Frage ist: Wo? Eine Zwangsbremsung erfolgt mittels an den Gleisen installierter Magnete. Offenbar habe es „ein Kommunikationsproblem“ gegeben. Nicht auszudenken, wenn statt der Daimler-Schnauze ein Lkw im Gleisbett gesteckt hätte. Dann wären die 21 Passagiere wohl nicht nur mit dem Schrecken davon gekommen. Die Bahnpressestelle wollte Details der Alarmierungskette mit Verweis auf die polizeilichen Untersuchungen nicht mitteilen. Am Zug entstand nach Angaben der Feuerwehr rund 50.000 Euro Schaden.

Der 43-jährige Fahrer aus dem Raum Olsberg scheint vom Pech verfolgt. Handelt es sich doch um jenen Mann, der Mitte Mai in einer Pressemitteilung der Polizei in Hamburg auftaucht. Er war auf St. Pauli mit einem Mann aus ungeklärter Ursache in Streit geraten. Dabei hatte ihm sein Kontrahent einen Teil des Ohres abgebissen.

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