Aufwertung für Brilon und sein Gewerbegebiet

Der moderne Breitband-Ausbau in Brilon kann beginnen. Die Absichtserklärung unterzeichneten Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (rechts) und Reinhold Rohleder (links) von der Deutschen Telekom.
Der moderne Breitband-Ausbau in Brilon kann beginnen. Die Absichtserklärung unterzeichneten Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (rechts) und Reinhold Rohleder (links) von der Deutschen Telekom.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Viele Briloner Bürger können ab Februar 2016 mit Hochgeschwindigkeit über die weltweite Datenautobahn fahren.

Brilon..  Gute Nachrichten für Brilon: Viele Bürger können ab Februar 2016 mit Hochgeschwindigkeit über die weltweite Datenautobahn fahren. Mit dem Ausbau des VDLS-Netzes (Very High Speed Digital Subscriber Line) der Deutschen Telekom werden Geschwindigkeiten, je nach Entfernung zum Schaltgehäuse, bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download erreicht. Die Kosten für den Ausbau trägt allein die Telekom.

Brilon ist im Übrigen die erste Stadt im HSK, die von der neuen Breitbandoffensive der Telekom profitiert. Insgesamt werden rund 9000 Haushalte und über 1000 Unternehmen angeschlossen. „Zunächst ist der Ausbau für die Ortsnetzkennzahl 02961 geplant“, so Reinhold Rohleder, kommunaler Ansprechpartner der Telekom. Konkret umfasst dies die Kernstadt, Brilon-Wald, Altenbüren, Gudenhagen, Petersborn, Scharfenberg und Wülfte. Schaltkästen, die die neue Technik mit Glasfaserleitungen steuern, sind für Esshoff und Rixen nicht vorgesehen. Doch auch diese Orte erfahren eine spürbare Verbesserung in Sachen Datenübertragung.

„Das ist ein Zugewinn und eine Aufwertung für alle Unternehmen und natürlich auch für die Bürger“, so Bürgermeister Dr. Christof Bartsch. Er stellt die Einführung der neuen Technik mit der Verkehrserschließung auf eine Stufe. Wirtschaftsförderer Oliver Dülme spricht von einem Quantensprung nicht nur im Gewerbegebiet. Auch der Tourismus im Briloner Süden werde damit in Zukunft bestens abgedeckt.

Glasfaser statt Kupfer

Um das schnelle Internet zu realisieren, sind drei Schritte notwendig. Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist bekanntlich das schnellste Übertragungsmedium überhaupt. Weiter werden die Verteilerkästen so über das Ausbaugebiet verteilt, dass die Entfernung zwischen Kunde und Verteilerkasten möglichst gering ist. Je näher der Kunde am Verteilerkasten wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. Der Kasten ist prall gefüllt mit hochmoderner Technik und den Zugängen zum Internet aller Kunden, die in der näheren Umgebung wohnen. In ihm wird das Signal vom Glasfaserkabel auf eine Kupferleitung übergeben, die vom Verteilerkasten zum Kunden führt. Hier kommt schließlich Vectoring-Technik zum Einsatz. So ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich. 33 von 79 Schaltkästen werden in Brilon nun nach und nach mit Breitband überbaut. In den Tiefbau geht es nur dort, wo keine Telekomleitungen liegen.