Aufwändiger Badespaß in Brilon

Für die neue Filteranlage im Waldfreibad musste ein eigenes Technikgebäude errichtet werden. Hier Gebäudemanager Harald Balkenhol bei einer Baustellenbesichtigung.
Für die neue Filteranlage im Waldfreibad musste ein eigenes Technikgebäude errichtet werden. Hier Gebäudemanager Harald Balkenhol bei einer Baustellenbesichtigung.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ihrem Ende entgegen geht die größte Investition in dem in diesem Jahr 80 Jahre alt werdenden „Badeteich“, wie manche Briloner immer noch sagen.

Brilon..  Ein einsamer Frosch zappelt im flachen Wasser des Waldfreibades. Die Liegewiese haben Wühlmäuse regelrecht perforiert. Das Wäldchen gegenüber ist deutlich gelichtet. „Das Laubholz musste raus“, sagt Harald Balkenhol, der Gebäudemanager der Stadt. Aus gutem Grund: Trugen die ins Wasser fallenden Blätter in der Vergangenheit doch mit zu den hygienischen Problemen bei, die der Stadt den Betrieb des Bades seit Jahren so schwer machten.

Das soll jetzt anders werden. Ihrem Ende entgegen geht die größte Investition in dem in diesem Jahr 80 Jahre alt werdenden „Badeteich“, wie manche Briloner immer noch sagen. Voraussetzung für die Wiedereröffnung des Bades war, wie ausführlich berichtet, der Bau einer wirksamen Filtrierungsanlage. Eine gewaltige Herausforderung. Passen doch gut 12 500 cbm Wasser in das größte Freibad in NRW. Da helfen Normen und standardisierte Verfahren wenig.

Erhöhung nach 14 Jahren

Angesichts der gewaltigen umzuwälzenden Wassermengen wurde ein eigenes Technikgebäude gebaut. Darin befinden sich vier mit Kies gefüllte Filterkammern. 90 cbm schafft jede von ihnen pro Stunde; drei davon laufen ständig, während die vierte gewartet wird. Aus drei Strahlrohren wird das gesäuberte Wasser zurück ins Becken gepresst. Auf rund 480 000 Euro ist die Anlage kalkuliert.

Indirekt ist diese Investition heute Nachmittag Thema im Haupt- und Finanzausschuss (17.30 Uhr, Bürgersaal). Da geht es um die Eintrittsgelder für das Waldfreibad und das Hallenbad. Nach 14 Jahren will die Stadt sie erstmals wieder anheben. Das, so die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage, sei notwendig, um „insbesondere den stetig steigenden Kosten dieser Freizeiteinrichtungen gerecht zu werden“. Die Erhöhung soll zum 1. Mai erfolgen. Und das sind die Tarifvorschläge:
Einzelkarte:
Kinder, Jugendliche, Schüler: 2 Euro (bisher: 1,50 Euro), mit Ermäßigung 1,50 Euro (1 Euro); Erwachsene: 3 Euro (2,50 Euro), mit Ermäßigung 2,50 Euro (1,50 Euro)
10erKarte:
Kinder, Jugendliche, Schüler: 16,50 Euro (12.50 Euro); Erwachsene: 26 Euro (22 Euro)
30er Karte:
Kinder, Jugendliche, Schüler: 40 Euro (30 Euro); Erwachsene: 72 Euro (60 Euro)
Saisonkarte:
Kinder, Jugendliche, Schüler 28 Euro (21 Euro); Erwachsene: 36 Euro (30 Euro)
Familien-Saisonkarte:
54 Euro (45 Euro)

Auch nach der Erhöhung liegen die meisten Bäder der weiteren Umgebung höher, mit Marsberg und Medebach zieht Brilon zumindest teilweise gleich. Auch nach der Erhöhung, so die Verwaltung, sei der Eintritt für die beiden Bäder in kommunaler Trägerschaft „attraktiv und im Vergleich günstig“.