Auf Marsbergs Datenautobahn wird’s schneller

Das besonders schnelle Breitbandkabel kommt für 1750 Haushalte in Marsberg.
Das besonders schnelle Breitbandkabel kommt für 1750 Haushalte in Marsberg.
Foto: Markus Weissenfels
Was wir bereits wissen
  • 43 Kilometer Glasfaser werden in Marsberg und einigen Ortsteilen verlegt
  • Die Gesamtinvestitionsvolumen belaufen sich auf696 300 Euro
  • Bürgermeister: „So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv“

Marsberg..  Marsberg und seine Ortsteile Borntosten, Heddinghausen, Helminghausen, Leitmar, Obermarsberg und Udorf bekommen jetzt schnelles Internet. Gestern unterzeichneten Bürgermeister Klaus Hülsenbeck und Reinhard Rohleder, Regio-Manager der Deutschen Telekom, im Rathaus den Vertrag zur Breitbandversorgung im Stadtgebiet. Mit den Ausbauarbeiten wird jetzt zügig begonnen. Ab dem ersten Quartal 2018 sollen rund 1750 Haushalte Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) nutzen können.

„Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass nicht nur Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, sondern auch Musik und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud“, verspricht Telekom-Fachmann Rohleder vor der Unterzeichnung.

„Kommunikations- und Informationstechnologien entwickeln sich rasant weiter. Sie sind aus dem Leben und Arbeiten nicht mehr wegzudenken. Mit den technischen Möglichkeiten steigen die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internetanschluss“, freut sich Bürgermeister Hülsenbeck, dass Borntosten, Heddinghausen, Helminghausen, Leitmar, Obermarsberg und Udorf jetzt vom Ausbau-Programm der Telekom profitieren. „So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv.“

„Wir danken der Stadt Marsberg für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns darauf, das Projekt zügig anzugehen“, so Rohleder. „Wir wissen, wie wichtig ein schneller Internetanschluss ist. Deshalb wollen wir so vielen Menschen wie möglich einen solchen Anschluss zur Verfügung stellen.“

So geht der Ausbau weiter

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Gleichzeitig wird eine Firma für die notwendigen Tiefbaumaßnahmen ausgesucht und das notwendige Material bestellt. Sobald alle Kabel verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom. In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss und der Buchbarkeit der Anschlüsse 12 Monate.

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Es gilt die Faustformel: je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Die Telekom wird rund 43 Kilometer Glasfaser verlegen und 13 Verteiler aufstellen.Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 696 300 Euro und Zuschüssen von 626 670 Euro trägt die Stadt Marsberg einen Eigenanteil von 69 630 Euro. In Giershagen, Padberg und Beringhausen wird der Breitbandausbau im Dezember fertig sein. In Obermarsberg, am Meisenberg, Unterm Ohmberg und Bredelar im Laufe des nächsten Jahres. Folgen Sie der WP Altkreis Brilon auch auf facebook.