„Asten Lawine“ fegt durch den Parcours

Das Streetbob-Team um Jörg Hampel bei den Bobbau-Vorbereitungen
Das Streetbob-Team um Jörg Hampel bei den Bobbau-Vorbereitungen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Gesägt, gezimmert und geschraubt - alles für das perfekte Design und Tuning des selbstgebauten Streetbobs. Jörg Hampel und seine Jungs aus der Badminton-Gruppe sind jetzt schon Feuer und Flamme für die WP-Streetbob-WM am 6. September. Die Red Hot Chili-Peppers unterstützen sie bei ihrem ehrgeizigen Vorhaben.

Winterberg.. Wie eine Asten Lawine soll das vierte heimische Team durch den Parcours der WP-Streetbob-WM fegen. Das wäre so ganz nach dem Geschmack von Jörg Hampel, Gründer der Bob-Crew „Asten Lawine“. Der 39-Jährige, der bei Straßen NRW auf der Straßenmeisterei Winterberg arbeitet, ist im positiven Sinn sportverrückt.

Klar, dass er sofort Feuer und Flamme war, als er morgens in der WP von der Streetbob-WM am 6. September in Winterberg erfuhr. „Ich habe dabei spontan an unsere Badminton-Gruppe gedacht, die ich vor zwei Jahren mit ins Leben gerufen habe“, berichtet Hampel, der seit der letzten Kommunalwahl auch dem Stadtrat angehört. „Das Interesse an meinem Heimatort Winterberg und der sportliche Ehrgeiz gaben am Ende den Ausschlag für meine Bewerbung.“

Gestandene Familienväter

Dass auch die Badminton-Jungs mitmachen würden, stand für ihn außer Frage. Sechs Personen, alles gestandene Familienväter aus Winterberg, gehören der „Asten Lawine“ an. „Um keine konditionellen Probleme zu bekommen, haben wir die Crew sicherheitshalber noch mal in zwei Teams aufgeteilt“, meint Sportdirektor Jörg Hampel lachend. Hier die Teilnehmer:
Team 1: Jörg Hampel (45), Teamchef und Pilot, Gaetano Carpitella (45), Bremser.
Team 2: Mathias Hartmann (45 Jahre), Verpflegungswart und Pilot, Rene Lübcke (42), Controller und Bremser.

Technik: Achim Guntermann (38), Design, Jens Müller (41), Tuning.

Red Hot Chili-Peppers immer dabei

Der harte Kern der Badminton-Gruppe hat den Bob-Bau in Angriff genommen. „Es wurde natürlich im Vorfeld viel gefachsimpelt, wie wir es am besten machen könnten. Wichtige Impulse sind dann von Achim Guntermann und Jens Müller gekommen, die sich besonders in Sachen Design und Tuning verdient gemacht haben“, berichtet Hampel.

An vier Abenden wurde gesägt, gezimmert und geschraubt, bis das Modell fertig war. Das Team hatte dabei viel Spaß, und auch das eine oder andere Bierchen durfte nicht fehlen. „Eigentlich war das Thema Street-Bob immer präsent“, meint der Team-Chef. „Das ging soweit, dass unsere Frauen hinterher schon die Augen verdrehten.“

Die technische Abnahme verlief völlig problemlos. Jetzt stehen noch ein paar Testfahrten mit dem schnittigen Bob an, um zu schauen, wo noch nachgebessert werden könnte. Und auch der eine oder andere Sponsor hat bereits Interesse signalisiert.

Mit welchen Erwartungen gehen die Jungs von der Asten Lawine nun am 6. September an den Start? Da ist Jörg Hampel zu keinem Kompromiss bereit. Schmunzelnd meint er: „Es war allen sofort klar, dass der Olympische Gedanke, dabei sein ist alles, nicht unserem Anspruch genügt.“ So ist ein Podestplatz das erklärte Ziel. Dies wird durch den Red Hot Chili Peppers-Song „Can’t stop“, der bei der Einlaufzeremonie ertönt, noch untermauert.

„Wenn es wider Erwarten kein Stockerl-Platz wird, kann als Trost jetzt schon festgehalten werden, dass es eine schöne Zeit war. Außerdem fahren wir auch für einen guten Zweck“, meint das Team unisono. Als Begünstigten hat man übrigens den Kath. Kindergarten Edith Stein in Winterberg ausgewählt.