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Wandel nicht dem Zufall...

Arbeitsgruppen befassen sich mit demographischer Entwicklung

24.06.2009 | 17:46 Uhr

Marsberg. Der demographische Wandel in der Stadt Marsberg soll nicht einfach dem Zufall überlassen bleiben. Schon vor einem Jahr hatte die Stadt alle Bürger dazu aufgerufen, sich mit ihren Ideen an der Gestaltung des demographischen Wandels zu beteiligen.

Arbeitsgruppen wurden gebildet zu den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit, Generationen und Bildung. Die Stadt freut sich sehr darüber, dass sich engagierte Männer und Frauen gefunden haben, die sich der Aufgabe stellen wollen. Bei einem erneuten Gespräch mit Vertretern aller Arbeitskreise wurden bisherige Ergebnisse präsentiert und weitere Ideen vorgestellt. Die Stadt Marsberg hat eingehend die Entwicklung der Einwohnerzahlen untersucht und die Ergebnisse mehrfach weitergegeben. Es wurde eine Erhebung des bisherigen und zukünftig zu erwartenden Leerstandes bei Wohngebäuden in Marsberg erarbeitet. Die Erkenntnisse aus dieser Erhebung sollen bei zukünftiger Bautätigkeit und Bauleitplanung einzelner Stadtteile berücksichtigt werden. Das Projekt eines Bürgerbusses für Marsberg und seine Ortsteile wurde auf den Weg gebracht und soll realisiert werden.  Darüber hinaus wird untersucht werden, ob eine wohnortnahe Grundversorgung in den Ortsteilen verbessert werden kann. Über die Aufgaben der Ortsvorsteher wird informiert werden. Weiterhin soll ein Ausbildungskataster erstellt werden, um Ausbildungswilligen und Betrieben Informationen über die in Marsberg vorhandenen Ausbildungsberufe zu geben. Größere Marsberger Firmen wollen ein Netzwerk bilden, um durch eine Kooperation eine gemeinsame überbetriebliche Ausbildung und Fortbildung zu organisieren. Von dieser Zusammenarbeit können beteiligte Firmen in vielfältiger Form profitieren.  Es besteht aber auch die Idee, eine Bürgerhilfe aufzubauen, um gegenseitige ehrenamtliche Hilfen in Marsberg zu organisieren. Hierfür soll über die Bildung eines gemeinnützigen Vereines für diese Zwecke nachgedacht werden. In der städtischen Bücherei soll eine Bücherecke mit einem Buchangebot für Migranten eingerichtet werden. Durch dieses Buchangebot könne ein Beitrag zu einer verbesserten Integration geleistet werden, so die Stadt. Wenn eingewanderte Mitbürger Bücher in ihrer Muttersprache besitzen, die sie gerne abgeben möchten, können diese in der Bücherei abgegeben werden. Die Gesprächsteilnehmer waren mit den bisher erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. Besonders positiv wertet die Stadtverwaltung, dass sich Personen aus vielen Orten engagieren und auch über Parteigrenzen hinweg eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und Information bestanden habe. Die Gespräche in den Arbeitsgruppen werden fortgesetzt. Wer sich zukünftig noch beteiligen möchte, kann sich bei der Stadtverwaltung, Johannes König,  02992 602215, melden.

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