Anrufsammeltaxi löst Briloner Nachtbus ab

Vorstellung des Nacht-Anrufsammeltaxis in Brilon.
Vorstellung des Nacht-Anrufsammeltaxis in Brilon.
Foto: WP
Das Nacht-Anrufsammeltaxi (AST) löst ab Juli in Brilon den Nachtbus ab.

Brilon..  Nach einer Party oder einem Konzert statt im Nachtbus bis zur Haltestelle jetzt im Taxi bis vor die Haustür gefahren werden - das ist ab Juli möglich. Das Nacht-Anrufsammeltaxi (AST) löst in Brilon den Nachtbus ab. Die Linie N4 wurde zuletzt immer weniger genutzt, nun soll mit diesem Angebot die Mobilität zwischen Stadtkern und Ortsteilen erhalten werden.

Das Briloner Nacht-AST ist laut Hauke Möller von der RLG das erste im Hochsauerlandkreis - im Kreis Soest gibt es dieses Angebot schon lange. In Lippstadt ist Taxiunternehmer André Meier bereits seit mehr als 15 Jahren dabei - er hat gute Erfahrungen damit gemacht.

Das Konzept ist eine Mischung aus Nachtbus und Taxi: Eine halbe Stunde vorher muss der Fahrtwunsch und das Fahrtziel telefonisch angemeldet werden - wie beim Taxi. Nur dann fährt das AST. Die Abfahrtzeiten sind aber - wie beim Nachtbus - fest vorgegeben, ebenso wie der Einstieg an der Haltstelle am Marktplatz. Bei einer Sperrung ist der Start in der Strackestraße.

Preisstufen

Wie beim Bus zahlt jeder Fahrgast einen festen Betrag. Es gibt drei Preisstufen: Brilon Stadt kostet 4,80 Euro. Eine Tour nach Altenbüren, Gudenhagen, Petersborn, Rixen, Scharfenberg oder Wülfte liegt bei 5,50 Euro. Für Alme, Bontkirchen, Brilon Wald, Esshoff, Hoppecke, Madfeld, Messinghausen, Nehden, Radlinghausen, Rösenbeck oder Thülen werden pro Fahrgast 7,50 Euro fällig. Ermäßigungen sind zum Beispiel mit einem Monatsticket oder der Sauerland Card möglich.

„Gerade die Anbindung der Dörfer an Brilon ist wichtig“, sagte Marcus Bange von der Stadtverwaltung bei der Vorstellung am Donnerstag. Für den Fall, dass zeitgleich einige nach Madfeld und andere nach Altenbüren wollen, stehen zwei Fahrzeuge bereit. Der erste Fahrtag ist am 4. Juli, ein halbes Jahr soll das AST zunächst angeboten werden: „Die Testphase ist wichtig“, so Bürgermeister Dr. Christof Bartsch. Dann können die Zahlen ausgewertet werden. Letztendlich entscheide das Verhalten der Bürger, ob das AST eine Zukunft in Brilon habe, denn ein volles Taxi müsse weniger von der Stadt bezuschusst werden. Aktuell sind 9000 Euro im Haushalt dafür eingeplant.

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