An Steigungen ging nichts

Winterwunderland am Kahlen Asten.
Winterwunderland am Kahlen Asten.
Foto: Ralf Hermann
Was wir bereits wissen
Auf den Straßen war schon Freitag jede Menge los. Von Bestwig staute es bis nach Olsberg und rutschig war es überall.

Altkreis..  Es schneit. Eine jahreszeitlich bedingte Erscheinung, die einen echten Sauerländer nicht aus der Bahn wirft. „Bis zu 60 Zentimeter Neu- und Kunstschnee“, frohlockt die Wintersportarena Sauerland, wo am Freitag zig Lifte in Betrieb und 160 Kilometer Loipen gespurt waren. Einem Top-Wintersportwochenende steht also nichts im Wege.

Aber irgendwie müssen die Gäste ja ins Sauerland kommen. Und daher war auf den Straßen schon gestern jede Menge los. Von Bestwig staute es bis nach Olsberg und rutschig war es überall.

„An allen Steigungen im Kreisgebiet gibt es momentan Probleme. Hier müssen die Verkehrsteilnehmer Geduld haben, bis die Räumdienste kommen. Auch der Langerberg zwischen Olsberg und Altenbüren ist davon betroffen. Dort geht zurzeit nichts“, sagte Polizeisprecher Ludger Rath gestern Mittag.

Einige Blechschäden

Verkehrsteilnehmerin Sarah Zucker berichtete mittags auf der Briloner wp-facebook-seite, dass vom Ortsausgang Brilon beim Schulzentrum bis zum Ortseingang Altenbüren bereits alles stehe, weil die Lkw in Altenbüren den Berg nicht hochkamen. Man brauche etwa 40 Minuten von Brilon bis Altenbüren. „Maxi Milian“ schreibt von ähnlich chaotischen Verhältnissen auf der B7 zwischen Brilon und Marsberg

Weitere größere Vorkommnisse wurden aber bis zum Nachmittag nicht gemeldet. „Ludger Rath: Wir haben heute sicherlich mehr Unfälle als an normalen Tagen. Aber es sind bis jetzt nur Blechschäden, nichts Dramatisches.“ Von einem normalen Winter-Einsatztag sprach auch Jens Marks von der Straßenmeisterei Winterberg. Acht Streu- und Räumfahrzeuge seien seit 3 Uhr morgens im Einsatz.

Auf unruhige Zeiten ist die Polizei im benachbarten Waldeck-Frankenberg eingestellt. Denn neben den aktiven Wintersportlern, die schon gestern anreisten, strömten und strömen auch noch die Fans der Großveranstaltung Skispringen in die heimische Region. Einen Shuttle-Service, bei dem die Skisprung-Fans z.B. schon in Brilon-Wald vom Pkw auf den Bus umsteigen konnten, gibt es nicht mehr. „Früher hatten wir 40 000 Zuschauer nur am Samstag; das hat sich nun doch ein wenig relativiert“, sagt Polizeisprecher Volker König aus Korbach. In und um Willingen gebe es ausreichend Parkmöglichkeiten. Das Verkehrskonzept habe sich bewährt. König: „Wir empfehlen trotzdem, mit dem Zug anzureisen. Die Bahn hält unmittelbar am Stryck.“ Natürlich sei jeweils zum Ende des Springens mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen.