Am Computer lässt sich kein Wald pflegen
29.05.2011 | 19:14 Uhr 2011-05-29T19:14:00+0200
Olsberg.(aj) Eine waldpädagogische Schulung für Jäger bildete am Samstag im Hort der Kropff-Federath’schen Stiftung den Auftakt von drei Veranstaltungen. Dazu laden der Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie die Jägerschaft ein.
Warum die Schulung? Kinder und Jugendliche kennen sich in der heutigen Gesellschaft längst mit dem Computer besser aus als mit den wahren Grundlagen des Lebens, betonte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Christoph Bernholz in seiner Begrüßung. Das soll sich ändern. Um den „Lernort Natur“ den jungen Leuten näher zu bringen, seien nicht nur die Förster oder Mitarbeiter der Forstbehörden gefragt. Mitwirken könnten hier alle, die in irgendeiner Beziehung zu Wald und Natur stehen. Dazu gehören auch die Jäger, verdeutlichte Bernholz den 14 Jägerinnen und Jägern aus dem Aktkreis Brilon.
Längst seien viele Kinder und Jugendliche von der Natur weit entfremdet. Sie hätten kaum noch eine Vorstellung davon, welche Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen bestehen, erläuterte Referent Hans Schild. Der erfahrene Waldpädagoge wurde von der Arnsberger Bezirksregierung mit dem Projekt beauftragt. Er wird unter anderen auch Jäger und Förster in Theorie und Praxis darin schulen, wie die Computergeneration wieder für die Natur begeistert werden kann. Mit drei rollenden Waldschulen unterrichtet Schild bereits „fellnah“.
Der Leiter des Regionalforstamtes Oberes Sauerland, Hans von der Goltz, dazu: „Die Natur muss sich so entwickeln, dass der Anspruch der Gesellschaft dauerhaft von der Nachhaltigkeit befriedigt werden kann.“ Das Verhältnis der Tiere im Wald, der Pflanzen im Wald zu den Menschen sei so gestaltet, dass alle ihre Plätze darin finden und auch gut miteinander auskommen, betonte Christoph Bernholz, Vorsitzender der Kreisjägerschaft.
Weitere Schulungstermine sind am 18. Juni im Forstamt Schmallenberg und am 9. Juli im Jugendwaldheim in Obereimer.
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