Alte Schanze in Brilon wird wieder erlebbar

Die Schanze am Briloner Kurpark soll wieder erlebbar gemacht werden.
Die Schanze am Briloner Kurpark soll wieder erlebbar gemacht werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit einer Schaukel und einem speziellen Geländer soll die Schanze am Briloner Kurpark wieder erlebbar werden - Hochgefühle inklusive.

Brilon..  Zahlreiche Bäume sind bereits gefällt, aber noch ist die Sicht auf die alte Sprungschanze und den Auslauf-Bereich am Briloner Kurpark nicht komplett frei. Die Anlage soll wieder erlebbar werden.

Im Rahmen des Leader-Projektes „Stadt-Wald-Leben“ wird der gesamte Briloner Kurpark aufgewertet. Er wird zum „Landschaftstherapeutischen Park“ mit insgesamt zwölf Stationen umgestaltet. Eine der Stationen ist die alte Sprungschanze. Mit einer Schanzenschaukel soll das Erlebnis der Sportler während der Abfahrt nachempfunden werden. Das Stahlgestell ist bereits errichtet, nur die Sitzfläche fehlt noch. „So soll das Gefühl entstehen, man fliegt ins Tal hinein“, erklärt Stadtplaner Gernot Oswald.

Das Schwedenrot des Gerüstes zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Park: Auch die Hochsitze oder auch die Rothaarsteig-Bänke, die an fast jeder Station zum Verweilen einladen sollen, erhalten diesen Anstrich.

Ein Stück den Hang hinunter soll ein Schanzentisch, von dem die Skispringer früher abgehoben sind, ein weiteres Erlebnis bieten - in einer Höhe von 150 bis 170 Metern. Das Konstrukt soll mit einem speziellen, ebenfalls roten Geländer versehen werden. Durch die Neigung nach vorne in Richtung Hang können Besucher eine ähnliche Haltung wie die Sportler einnehmen und den Blick ins Tal wagen. Aus Sicherheitsgründen, so Oswald, müsse das Geländer ein paar Meter versetzt werden.

Der alte Schiedsrichterturm spielt bei der Umgestaltung des Parks keine Rolle mehr - zunächst war geplant gewesen, ihn zu sanieren und begehbar zu machen. Außerdem hätte darin eine Bibliothek der Dinge ihren Platz finden sollen. Das hätte mehr als 70 000 Euro gekostet. „Der Aufwand und das Ergebnis stehen in keinem Verhältnis“, sagt Oswald.

Das Geld wird an anderen Stelle gebraucht: Teilweise wird der Umbau des Kurparks teurer als geplant: Vor allem beim umfangreichen Wegebau sind Mehrkosten entstanden. Auch die alten Elektroleitungen wurden erneuert. „Wenn die Wege einmal aufgenommen sind, dann wollten wir es auch vernünftig machen.“ Insgesamt sind für das Projekt „Landschaftstherapeutischer Park“ 1,12 Millionen Euro vorgesehen - der Großteil kommt aus Fördertöpfen, auf die Stadt entfällt ein Eigenanteil von 380 000 Euro.

Keine Idee für den Turm

Was mit dem Turm passieren soll, ist noch unklar. „Dafür gibt es noch keine Idee“, so Oswald. Abgerissen werden soll er vorerst nicht. Auch einen offiziellen Termin für die Fertigstellung des Parks mit seinen Stationen gibt es noch nicht. Im Laufe des Sommers, so schätzt Gernot Oswald, werden die Arbeiten abgeschlossen und die Höhenflüge auf der alten Briloner Schanze somit wieder erlebbar.